1. Kiliansfest 2016 - größer, bunter, musikalischer

    Der Bürgerverein Schötmar beschritt erfolgreich einen neuen Weg

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Bad Salzuflen-Schötmar (go). Der Bürgerverein Schötmar hat ein ganz besonderes 36. Kiliansfest hinter sich. Er hatte sich Partner gesucht, um das Kiliansfest gezielt zu einem Fest der Begegnung zwischen einheimischen Bürgern und neu zugezogenen Bürgern mit ausländischen Wurzeln zu machen. Und der Plan ging auf: Schötmar war zum Kiliansfest so proppenvoll wie zuletzt vor 20 Jahren, schwärmen der Bürgerverein und seine Partner. "Das Konzept der Kooperation der Vereine ist mehr als voll aufgegangen", lobte Jochen Heidbreder vom Bürgerverein.

    Mit ins Boot geholt wurden die Schützengesellschaft Schötmar, der Heimat- und Verschönerungsverein Bad Salzuflen, der Kinderschutzbund Bad Salzuflen und die Türkisch-Islamische Gemeinde Bad Salzuflen. Erstmals gab es drei Stadtführungen, wobei eine auch ins Türkische übersetzt wurde. Die Schützengesellschaft Schötmar hatte ein historisches Marschmusik-Konzert organisiert. Und da gibt es nicht nur deutsche oder preußische Wurzeln, sondern einige reichen auch bis in den Orient. "Integration durch Begegnung" hieß das eigentliche Motto, das diesmal das Kiliansfest charakterisierte. Uwe Deppe, Vorsitzender der Schützengesellschaft Schötmar von 1732, hatte am Kiliansfest-Freitag im WDR-Interview in der "Lokalzeit" schon geäußert, man wolle auf dem Kiliansfest seine Traditionen zeigen, denn nur so entstehe Verständnis zwischen einheimischen und zugezogenen Mitbürgern. Man müsse einfach besser voneinander wissen, wie der andere "ticke". Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Beate Hoffmann-Hildebrand fand am Sonntag lobende Worte für die Kreativität des Bürgervereins Schötmar, mit neuen Partnern ins Kiliansfest 2016 gestartet zu sein. Am Sonntag, bei der Begrüßung des "1. Garderegiments zu Fuß", konnte sie auch schon bestätigen: "Das Betreten neuer Wege hat gut geklappt." Während der Sonntagnachmittag am Kiliansfest sonst eher schon ein langsames Ausklingen der drei Festtage andeuten ließ, wurde diesmal am Sonntag mit dem moderierten Marschmusik-Konzert noch ein absolutes Highlight geboten. Das Traditionskorps in den historischen Uniformen des Leibregiments der Könige von Preußen ist eines der berühmtesten in Deutschland und gibt pro Jahr lediglich fünf Konzerte - jetzt war eines davon in Schötmar. Auch der Festumzug von rund 250 Schötmaraner und Salzufler Schützen mit dem 1. Garderegiment zu Fuß vom Schützenhaus bis zur Bühne an der Schülerstraße war ein Augen- und Ohrenschmaus. Natürlich macht eine Schwalbe keinen Sommer und ein Kiliansfest mit vereinten Kräften keine vollkommene Integrations-Glückseligkeit. Aber ein sehr erfolgreicher, engagierter Ansatz ist hier vollbracht worden. Klar, dass auch auf Bewährtes gesetzt wurde: die Kilians-Kirmes mit 1-Euro-Tag für die Fahrgeschäfte am Freitag oder rockige Musik am Abend ("More or Less" am Freitag, Rockin Rebels und "The Revelers" am Samstag), Musikschulauftritt zur Eröffnung, Flohmarkt rund um die Kilianskirche am Samstag, verkaufsoffene Geschäfte am Sonntag sowie viele Imbiss- und Kirmesbuden und Infostände, um nur einiges aufzugreifen. Diese Melange aus Altbewährtem gepaart mit völlig neuen Ansätzen in Richtung Integration machte das Stadtfest-Feeling in Schötmar perfekt.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an