1. Eine Dusche innen, eine draußen

    SV HW Falkenhagen feierte 40-Jähriges und hielt Rückschau

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    Falkenhagen (afk). Rückblicke in Vereinshistorien können manchmal sehr unterhaltsam sein. Während der Nachwuchs sich verwundert die Augen reibt, schlagen sich die Älteren da häufig mit Begeisterung auf die Schenkel. So nach dem Motto "Weißt du noch? Es ist, als ob es gestern passiert ist." So geschehen auch bei der 40-Jahr-Feier des Sportvereines HW Falkenhagen.

    Von 58 Gründungsmitgliedern war der Verein am 19. Juni 1976 aus der Taufe gehoben worden, nachdem eine jahrelange "Vereinsehe" mit dem benachbarten SV Niese in die Brüche gegangen war. Inzwischen hat der Sportverein ist längst seinen festen Platz im dörflichen Leben. Zu seiner Geburtstagsfeier hatte sich der SV HW Falkenhagen Freunde und langjährige Weggefährten eingeladen. Die Vereine des Dorfes, die Sportvereine aus der Nachbarschaft, der Stadtsportverband und auch der Fußballkreis Detmold waren vertreten und überbrachten Glückwünsche und Geschenke. Besonders herausgestellt wurde dabei immer wieder Friedrich Schmidtmeier, der seit 37 Jahren im Vorstand tätig ist und seit 28 Jahren den 243 Mitglieder starken Verein führt. Der erste Vorsitzende des Vereins war mit Caspar-Heinrich Oldemeier ein Unternehmer, der den Verein mit Weitblick auf die noch kleinen Füße stellte. Wie selbstverständlich durften die Räumlichkeiten in seinem Betrieb als Umkleide für die Fußballer genutzt werden. Der lange Weg zum Sportplatz wurde natürlich zu Fuß zurückgelegt. Szenenapplaus und Gelächter gab es für einen Rückblick in die Vereinsbücher. Bei einem statistischen Fragebogen an den Fußballverband meldete der SV im Jahr 1976 für die Fußballer zwei Duschen, eine innen im Gebäude und eine im Freien. "Da hatten es einige nach Spielende ganz eilig, in die Kabine zu kommen", schmunzelte der SV-Chef. Die Zuschauerkapazität wurde mit zweitausend Stehplätzen und zwanzig Sitzplätzen angegeben. Neben Fußball wurden Sportarten wie Gymnastik, Walking und Volleyball angeboten. Mit viel Eigenleistung errichteten sich die Falkenhagener Bürger im Jahr 1983 ein Sporthaus, sechs Jahre später folgte die Sportplatzsanierung, ein Trainingsplatz mit Flutlichtanlage komplettierte die schmucke Anlage. Sportlich hat sich der Verein um Jahr 1992 früh der Jugendspielgemeinschaft Rischenau-Elbrinxen angeschlossen und rekrutierte daraus Jahr für Jahr Nachwuchsspieler für die Seniorenteams. Sportliches Highlight war der Aufstieg in das Kreisoberhaus im Jahr 1980, dem allerdings in den Folgejahren stets ein Auf und Ab folgte. "Wir sind ein Verein, da gewinnt und verliert man gemeinsam", so Schmidtmeier, der selbst als Aktiver diese Achterbahnfahrten miterlebt hat. Bürgermeister Heinz Reker lobte die Sportvereine als ein wichtiges Bindeglied der Gesellschaft. "Wenn Sportverein, Kirche und Gasthaus untrennbar zum Erfolg gehören, dann ist Falkenhagen für die Zukunft gut gerüstet. Hier gibt es noch alles", lobte er die gute Zusammengehörigkeit. Auch wenn Erfolge viele Väter hätten und natürlich jeder Ehrenamtler im Vereinsuhrwerk gebraucht werde, so gebühre dem Vorsitzenden Fritz Schmidtmeier dennoch ein besonderes Lob, so Reker in seiner Laudatio. Er fand aber auch mahnende Worte an die Gesellschaft. Freizeit sei ausreichend vorhanden, doch die Menschen seien zu häufig Getriebene der eigenen freien Zeit. Es sei wichtig, den Sportvereinen die Treue zu halten und ihre Angebote zu erkennen. Das sieht auch Ortsvorsteherin Elke Schröder so: "Der Sport mache nicht nur Arbeit, er mache auch glücklich." Nach einem gemeinsamen Frühstück wurden 35 erschienene von den 58 Gründungsmitgliedern vom Vorstand mit einer Urkunde, Anstecknadel und vielen guten Worten für ihren Einsatz für den Sport ausgezeichnet.

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