1. Denkmale locken viele Besucher

    Gleich sechs unterschiedliche Anlaufstellen in Salzuflen

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    Bad Salzuflen (rto). Wie in jedem Jahr, so war auch der Tag des Denkmals in diesem Jahr wieder Anlass für viele interessierte Menschen, sich in ihrer Heimat einmal näher umzusehen. In Bad Salzuflen gab es gleich sechs Anlaufstellen, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Von Kirchen über den Friedhof Holzhausen bis zur Hofanlage war einiges zu bestaunen. Neben den Kirchengemeinden und dem privaten Eigentümer der Hofanlage, waren der Fachdienst Stadtplanung und Umwelt der Stadt Bad Salzuflen, der in der Stadt die Interessen des Denkmalschutzes vertritt, sowie der Heimat- und Verschönerungsverein Bad Salzuflen (HVV) in diesem Jahr wieder Mitveranstalter des Tages des offenen Denkmals.

    Der Infostand des HVV war auf der Hofanlage am Heerserheider Weg aufgebaut. Hier ging es am Sonntagmorgen schon um 11 Uhr zur ersten Führung mit dem Besitzer Jörg Kleemann. Zahlreiche interessierte Besucher, unter ihnen auch Ex-Bürgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf, waren dabei. Die Hofanlage besteht aus zwei ehemaligen Bauernhäusern von 1588 und 1731, die sich schräg gegenüberliegen. Die beiden Bauernhäuser, konstruiert als Fachwerk-Deelenhäuser, wurden in den vergangenen zehn Jahren generationsübergreifend unter Bewahrung der historischen Substanz saniert und umgebaut. Jörg Kleemann hat dabei die meisten Arbeiten selbst erledigt und war so für seine Besucher ein guter Ansprechpartner. Im Rahmen der beiden Führungen an diesem Tag war auch das südlichere, ältere Gebäude zu besichtigen. . Es handelt sich hierbei um einen Zweiständer-Längsdeelenbau auf Natursteinsockel mit Satteldach. Auf einem Wandriegel an der vorderen linken Giebelseite findet sich die Jahreszahl 1588. Im Inneren wurden zwei Zimmer-Füllungstüren mit Kastenschlössern und Beschlägen, die vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammen, erhalten. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von der gelungenen Arbeit, die unter Einbindung des Denkmalschutzes über die Jahre hinweg ein kleines Refugium geschaffen haben. Der Vorsitzende des Salzufler Heimatvereins, Dr. Stefan Wiesekopsieker führte am Mittag dann über den Friedhof in Holzhausen. Im Rahmen sogenannter Notstandsarbeiten, die nach dem Ersten Weltkrieg staatlich gefördert wurden, entstand der Holzhauser Friedhof Anfang der 1920er Jahre. Ein Ehrenmal für die in den Weltkriegen gefallenen Holzhauser ist noch heute der Mittelpunkt des Friedhofs. Die evangelisch-reformierte Kilianskirche in Schötmar, die evangelisch-lutherische Erlöserkirche in der Martin-Luther-Straße, die ev.-reformierte Stadtkirche auf dem Hallenbrink sowie die evangelisch-lutherische Kirche in Bergkirchen hatten am Sonntag ebenfalls geöffnet und warteten mit Führungen und Konzerten auf die Besucher.

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