Detmold. Die Frauenberatungsstelle "Alraune" hat ihren Jahresbericht 2015 veröffentlicht. Er dokumentiert die Arbeit der Beratungsstelle in Worten und Zahlen. 2015 gab es 1.228 Beratungseinzelgespräche für Frauen und Fachkräfte sowie für jugendliche Mädchen bei Gewalterfahrungen. 668 Personen nahmen an Kursen, Fortbildungen, Fachvorträgen und Projektveranstaltungen teil oder trafen sich im "Lisa-Café".
Frauen in Krisensituationen brauchen ein funktionierendes Netzwerk. Eine gute Zusammenarbeit ist oft die Voraussetzung für eine gute Unterstützung der ratsuchenden Frauen. Die Beratungsstelle dankt allen Fachkräften aus Jugendämtern, Gleichstellungsstellen, anderen Beratungsstellen, Polizei, Justiz, Medizin, Schulen und Kindertageseinrichtungen – um nur einige zu nennen – für ein kreatives und konstruktives Miteinander. Besonders hervorzuheben sind im Jahr 2015 zwei Veranstaltungen. Im November fand in Kooperation mit der Berufsgruppe gegen sexuelle Gewalt die Fortbildung "Sexuelle Übergriffe unter Geschwistern" in den Räumen der Beratungsstelle statt und auf Anregung des Kooperationsgremiums "Für Lippe gegen häusliche Gewalt" und durch die finanzielle Förderung des Landes NRW konnte für Mitarbeiter der offenen Ganztagsgrundschulen sowie Schulsozialarbeiter eine mehrtägige Fortbildung zum Thema "Kinder als Mitbetroffene häuslicher Gewalt" durchgeführt werden. Der Jahresbericht ist in der Frauenberatungsstelle "Alraune", Wall 5, erhältlich oder auf "www.alraune-frauenberatung.de" einsehbar.