Kreis Lippe (rto). Der »Muddy Angel Run« im Jugendpark in Köln war Deutschlands erster Fünf-Kilometer Schlammlauf (Mud Run) für Frauen aller Fitnessklassen. Am vergangenen Samstag trafen sich in der Domstadt tausende Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland die Gutes tun und dabei Spaß haben wollten. Die meisten liefen in Gruppen, um eine Freundin oder Bekannte, die gegen den Brustkrebs kämpft oder gekämpft hat, moralisch zu unterstützen oder um ein Zeichen zu setzen. Ein großer Teil der Startgelder gehen dabei als Spende an den Verein Brustkrebs Deutschland. Auch aus Lippe waren zwei Teams am Start. Eine Gruppe von Freundinnen aus Blomberg, sowie das DKMS-Team aus Detmold die auch an anderen Mud Runs teilnehmen. Während diese Gruppe auf Knochenmarkspenden zur Bekämpfung des Blutkrebses aufmerksam machen wollte und mit einer betroffenen Teilnehmerin an die Start ging, hatte die Blomberger Gruppe sich nur die Herausforderung und das Ankommen zum Ziel gesetzt. Bei hochsommerlichen Temperaturen starteten die beiden Gruppen nach eingehender Einweisung mit dem AC/DC-Song "Highway to Hell” auf den Parcours direkt am Rhein der mit nassen und schlammigen Hindernissen unterbrochen war. Die Strecke konnte im eigenen Tempo bewältigt werden, egal ob laufen, joggen oder walken. Es gab keine Zeitnahme, nur die Aussicht am Ende zu den "Muddy Angels” zu gehören.
Die Strecke, die Schlammbecken und Hindernisse waren so angelegt, dass sie die Teilnehmerinnen zwar forderten aber nicht überforderten. Dazu bot die Halbinsel am Jugendpark die perfekte Voraussetzung für eine tolle Laufstrecke unter alten Kastanienbäumen. Der Rheinstrand für die zahlreichen Zuschauer zusätzlich ein spätsommerliches Urlaubsfeeling. Die Veranstalter hatten im Vorfeld versprochen, dass Fitness, Alter und der eigene sportliche Hintergrund keine Rolle spielen und jede Teilnehmerin den Parcours bewältigen kann. Das sorgte offenbar für das große Interesse und die hohe Teilnehmerzahl an diesem schlammigen und spaßigen Tag für den guten Zweck. Am Ende war es nicht die überreichte Plakette die stolz machte, sondern das selbstbewusst getragene schlammige Aussehen und das Gefühl sich gemeinsam durch kaltes Wasser und Dreckslöcher gequält zu haben. Da war dann die kalte Dusche um sich zu reinigen am Ende das kleinste Übel.
