Oerlinghausen (kd). Für Rüdiger Lahode (64) ist das Blutspenden schon zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Wenn das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in der Oerlinghauser Heinz-Sielmann-Schule zu Gast ist, nimmt er den Termin wahr. Inzwischen blickt er bereits auf 110 Blutspenden zurück. Nach seiner Ausbildung zum Schriftsetzer wurde er von älteren Gesellen zum Blutspenden mitgenommen. Seither geht er regelmäßig drei bis vier Mal im Jahr. "Ich wurde nicht gedrängt, ich mache das aus eigenem Antrieb", betonte der Jubiläumsspender. Auch seitdem er im Ruhestand ist, hält er an der Gewohnheit fest. Er geht gern wandern und kam auch nach der jüngsten Blutspende zu dem Schluss: "Ich fühle mich fit." Deshalb werde er auch weiterhin daran festhalten. "Ich gehe zum Blutspenden, so lange es geht", sagte Lahode. Da die Menschen im Allgemeinen immer älter werden, seien Blutkonserven immer wichtiger, betonte Ingrid Mertens, die Beauftragte des DRK in Oerlinghausen. Bei vielen Operationen werde menschliches Blut benötigt, denn einen künstlichen Ersatzstoff gebe es nicht. Gerade jüngere Menschen seien aufgefordert, an das Gemeinwohl zu denken. "Für die ältere Generation war es noch selbstverständlich, jetzt benötigen wir vor allem jüngere Spender", sagte Ingrid Mertens. Beim jüngsten Termin in der Heinz-Sielmann-Schule folgten 125 Personen dem Aufruf des DRK, fünf von ihnen erstmalig. Insgesamt kamen 119 Blutkonserven von jeweils einem halben Liter zusammen. Als Spender mit besonderen Jubiläen wurden geehrt: Cornelia Bräuer-Pott (25 Spenden), Friedhelm Strate (60), Hans-Jürgen Peter (70) Klaus Hesselmann und Sven Johannesmann (70), Udo Dahmen und Rainer Künkemeyer (80) sowie Rüdiger Lahoge (119). Sie erhielten ein kleines Präsent vom DRK-Ortsverein.
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Rettende Gewohnheit
DRK gratulierte Jubiläumsspendern
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