1. Ein Platz für alte Schätzchen

    In Lemgo entsteht im Herbst ein Oldtimerpark

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    Lemgo (pro). Hin und wieder sieht man sie im Straßenbild, manche erkennt man an ihrem charakteristischen Klang, die allermeisten tragen das eindeutige "H"-Kennzeichen: Oldtimer. Die traditionell eher einsame Passion der Pflege, Wartung und letztendlich des Fahrgenusses soll in Lemgo bald zum Gemeinschaftserlebnis werden: An der Herforder Straße entsteht im Herbst ein Oldtimerpark.

    Andreas Hagemann, selbst stolzer Besitzer eines alten, gut gepflegten Modells, hat mit insgesamt fünf Gesellschaftern an der Herforder Straße eine rund 2.500 Quadratmeter große Landschaft für Oldtimerfreunde geplant, die derzeit umgesetzt wird. Seine Mitstreiter sind Ex-Sparkassendirektor Horst Selbach, Architekt Bodo Lorenz, Maschinenbauingenieur Klaus Wehrmann und, es liegt auf der Hand, Joachim Weege, Inhaber des anliegenden Autohauses. Beruflich vorbestimmt übernahm Bodo Lorenz die räumliche Planung. Herausgekommen ist eine Kombination aus Stellplätzen und Gemeinschaftsräumen. "Wir bieten einerseits 13 Fahrzeugboxen verschiedener Größen, dabei jede mit Strom- und Wasseranschluss", erklärt die Runde anhand der Baupläne ihr Vorhaben. Weiter sei eine Halle geplant, in der zehn Fahrzeuge Platz finden. Bereits jetzt sei eine etwa achtzigprozentige Auslastung der insgesamt etwa 60 Plätze abzusehen, stellt Bodo Wehrmann zufrieden fest. Dabei wird immer für ein Jahr vermietet. Jeder Mieter erhält einen Schlüssel zu seiner Box, beziehungsweise für die Halle – angesichts der untergebrachten Werte eine unverzichtbare Sicherheitsmaßnahme. Neben dem reinen Unterstellen des eigenen Besitzes bringt der Park in seinen 1.250 überdachten Quadratmetern vor allem Gelegenheit zur Begegnung – beispielsweise im Clubraum "Boxenstopp". Hier schauen die Mieter beim Kaffeetrinken möglicherweise schon bald zusammen Formel 1 auf dem ebenfalls einkalkulierten Fernsehgerät, denn zum Winter sollen die Baumaßnahmen weitestgehend abgeschlossen sein. Mit Einparken und Polieren ist es allerdings nicht getan, weshalb das Autohaus von Joachim Weege die vorrangige Partnerschaft zur technischen Betreuung übernimmt. "Ein klein bisschen lässt sich sicher auch in der Box machen – für mehr ‚Schrauben‘ ist in unserer Werkstatt Platz, wenn die Selbsterledigung gewünscht ist." Im Freiluftbereich entstehen außerdem Parkplätze für Gäste, die sich die betagten Modelle einmal von außen betrachten möchten. Mehr Einblick wird voraussichtlich ein Tag der offenen Tür im Frühjahr 2017 geben. Und sind die Motoren startbereit, steht auch gemeinschaftlichen Ausfahrten nichts mehr entgegen.

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