1. Die Museumslandschaft begrüßt den Funktionsbau

    Geschätzte Kosten von 350.000 Euro / Realistisches Projekt

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    RODENBERG (jl). Einen modernen Multifunktionsbau neben dem "Ständehaus" auf der Museumsinsel zu errichten, findet offenkundig Anklang. In einer Pressemitteilung schreibt der Vorsitzende der Museumslandschaft Bernd Zimmermann, dass er sich über die Idee freue.

    Gerade unter dem Gesichtspunkt der Finanzen – Zimmermann schätzt die Kosten bei einer Grundfläche von 170 Quadratmetern und einer konventionellen Bauweise (ohne Vollverglasung) grob auf 350.000 Euro – sei es umso erfreulicher, dass der Gedanken nun verstärkt das Interesse der Politik weckt. Aus Sicht des Vorsitzenden dürfte die bezifferte Summe eine untere Grenze des finanziellen Rahmens darstellen, der wegen der erforderlichen archäologischen Untersuchungen des Baugrundes noch nach oben offen ist. Zimmermann: "Konkrete Planungen zur Realisierung erst mal dahingestellt, bilden die vorhandenen Ideen eine gute Grundlage, zusammen mit Denkmalpflege, Kommunalarchäologie, Verein und Politik ein zumindest realistisches Projekt auf die Beine zu stellen." Schließlich gibt es die Forderung nicht erst seit gestern. Zimmermann verweist auf den ehemaligen Heimatbund Rodenberg und Umgebung sowie auf den Förderverein, denen an einem denkmalgerechten Funktionsgebäude gelegen war respektive ist. Der Heimatbund etwa habe unter dem Vorsitzenden Henning Dormann seit der Möglichkeit, sich im "Ständehaus" das Jawort geben zu können, auf die Notwendigkeit einer sanitären Lösung aufmerksam gemacht. Erste Überlegungen zwischen dem Förderverein und dem Heimatbund gab es demnach bereits vor zehn Jahren. Damals standen nach Angaben von Zimmermann ebenfalls nicht nur Sanitär- und Versorgungsräume zur Debatte. Es gab auch die Planungen, das Ganze um ein Büro, einen Bibliotheksraum und einen Vortragsbereich zu ergänzen. Als vorbereitende Untersuchung für das weitere Vorgehen kann aus Zimmermanns Sicht die für Oktober 2016 geplante geophysikalische Prospektion der Museumsinsel dienen. Die flächendeckende wie zerstörungsfreie Untersuchung im Untergrund dient zur Kartierung der Bausubstanz. Zimmermann geht davon aus, dass ältere gänzlich unbekannte Gebäude der mittelalterlichen Burg respektive des späteren Schlosses vorhanden sind. Er betont: "Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden wertvolle Hinweise für ein wie auch immer geartetes Anbauprojekt liefern."

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an