1. Die geschundene Fußsohle

    Lippisches Team beim Transalpine-Run zur Aufgabe gezwungen

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    Oerlinghausen/St. Leonhard (nok). Super gelaufen, den vierten Platz in der Master-Wertung des Gore-Tex-Transalpine-Runs bei der 5. Etappe von Sölden nach St.Leonard eindrucksvoll gesichert und dennoch herrschte danach trübe Stimmung beim lippischen Duo Marcus Biehl und Volkmar Rolfes. Zur sechsten Etappe des Trail-Running-Events konnte der Oerlinghauser Volkmar Rolfes nicht mehr antreten. Damit ist die Hoffnung für das Team "Salomon", das Ziel in Brixen zu erreichen, leider geplatzt. "Volkmars rechte Fußsohle gleicht einer einzigen großen Blutblase. Der Tour-Doc hat ihm nach derzeitigem Stand von einem Start abgeraten.", so Marcus Biehl unmittelbar nach der 5. Etappe im Gespräch mit Lippe aktuell. Die Entscheidung zur Aufgabe falle ihm nicht leicht, deshalb werde man am Freitag vor dem Start entscheiden, ob es weiter gehen kann. Die Chancen auf einen Start seien aber sehr gering, denn die Gesundheit habe absolute Priorität.

    Dabei hatte der Tag heute für die beiden Lipper so gut begonnen. Von Beginn an konnten Marcus und Volkmar unter den Top-Ten des gesamten Feldes mitlaufen. "Die Strecke war auf uns zugeschnitten. Schnelle Passagen auf Asphalt waren für die Alpinisten unter den Läufern Gift. Da haben wir richtig Gas geben können. Sind die lange Bergabpassage vom Timmelsjoch herunter teilweise unter einem 4-Minuten-Schnitt gelaufen", resümierte der Detmolder. Ohne Blessuren wären man heute in der Master-Wertung mit ziemlicher Sicherheit auf Rang 2 eingelaufen. Am Ende war es dann wieder der 4. Platz. Nach abendlicher Wohnmobilkonferenz entschloss sich Marcus Biehl das siebentägige Rennen am gestrigen außerhalb der Wertung allein fortzusetzen. Auf der sechsten Etappe lief er sich den Frust des Teams aus der Seele – bewies sich, seinem verletzten und zum Zuschauen gezwungenen Teampartner sowie dem restlichen Teilnehmerfeld noch einmal, zu was ein gesundes Team Salomon (Biehl/Rolfes) fähig gewesen wäre. Kurz vor Ende der Tagesetappe (Das Endergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor) von St. Leonhard nach Sarnthein in Südtirol, lag er als bester Teilnehmer Master-Men-Gruppe auf dem 11. Platz der Gesamtwertung aller noch im Rennen befindlichen Starter. Richtig genossen hat der Detmolder Ausdauersportler seinen Tageserfolg dennoch nicht. Auf dem 34 Kilometer langen Teilstück mit insgesamt 2.100 Höhenmetern im Anstieg und 2.400 im Abstieg war er im Gedanken stets bei seinem verletzten Teampartner, mit dem er in den vergangenen Wochen und Monaten im Teuto – und insbesondere auf der Oerlinghauser Himmelsleiter – zahlreiche Trainingskilometer für diesen Etappenlauf absolviert hat. Am heutigen Samstag steht dann die letzte Etappe von Sarnthein nach Brixen auf dem Programm.

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