1. Der Mensa-Traum wird bald real

    Sielmann-Schüler stellten die Ergebnisse ihrer Projektwoche öffentlich vor

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    Oerlinghausen (kd). "Gemeinschaft macht Schule – unser Oerlinghausen" lautete das Motto der Projektwoche der Heinz-Sielmann-Schule. Die 560 Schülerinnen und Schüler konnten unter 23 verschiedenen Themen wählen. Zum Abschluss stellten sie ihre Ergebnisse bei einem Tag der offenen Tür vor. Während eine Gruppe mit Mountainbikes durch Lippe fuhr, um "Natur mit dem Rad" zu erkunden, übten Mädchen "Selbstbehauptung durch Selbstverteidigung" ein. Wandern stand ebenso auf dem Programm wie Geocaching und Cross Boccia. Dem Thema "Aus Fremden werde Freunde" lautete ein Thema, eine weitere Gruppe stellte einen Reiseführer für Oerlinghausen zusammen, angeregt durch die aktuelle Ausstellung des Kunstvereins wurde auch das Projekt "Die Kumsttonne – Unser Atelier" angeboten. In vielen Fällen begleiteten auch Externe die Projekte. So hat Kirchenmusiker Matthias Topp beim Chorprojekt "Oerlinghausen singt" mitgewirkt. Am Tag der offenen Tür bildeten Schüler, Mitglieder des evangelischen Kirchenchores sowie weitere Interessenten den größten Chor der Bergstadt. Beim Projekt "Von und mit Pferden lernen" kam "Maybe" eine wichtige Rolle zu. Das dem Fjordpferd von der Reitsportanlage Hörste durfte beim Tag der offenen Tür am Zügel geführt und natürlich auch gestreichelt werden. 20 Schülerinnen und ein Schüler haben sich im "Sielmann-Café" als Nachwuchskonditoren betätigt. "Sie haben Rezepte und Verzierungen für verschiedene Blechkuchen und Muffins getestet und jeden Tag einen der Kuchen probiert", berichtete Lehrerin Vera Lückingsmeier. Der gute Verkauf am Tag der offenen Tür bewies, dass die Backwaren den Besuchern mundeten. In "Sielmanns Genuss-Manufaktur stellten 18 Schülerinnen Gelees aus Holunderblüten, Pfirsichen und Johannisbeeren her. Darüber hinaus schrieben sie die Rezepte ihrer Lieblingsgerichte aus ihren Herkunftsländern auf. So entstand ein Kochbuch mit arabischen, russischen, polnischen, englischen und niederländischen Speisen. Da der Verkehrs- und Verschönerungsverein einen Teil des Erlöses vom Weihnachtsmarkt der Schule überließ, konnten Pflanzen und Materialien für die Neugestaltung eines Innenhofes gekauft werden. Unter Anleitung ihrer Lehrerinnen Angelika Pehle und Margret Reinecke haben Schüler aus der internationalen Förderklasse eine Kräuterspirale angelegt. Auch der Vorsitzende des Fördervereins, Tim Miersch, nahm sich eine Woche Urlaub, um das Projekt begleiten zu können. Besonders stark war das Interesse bei Schülern, Eltern und Nachbarn, die neue Mensa kennenzulernen. Lehrer Heinz Bröcker führte insgesamt 250 Personen durch den Rohbau. Das Gebäude soll auch für schulische Veranstaltungen und für Ratssitzungen genutzt werden. Der stellvertretende Schulleiter Christian Landerbarthold ergänzte, dass alle Wünsche der Schule berücksichtigt wurden. So werden die Speisen täglich frisch zubereitet, außerdem ist auch eine kleine Schulküche vorgesehen. "Wir können dann den Kursus Catering als Wahlpflichtfach anbieten", sagte er. Derzeit essen die Schüler behelfsmäßig in einem Klassenraum und in einem Flur der früheren Fröbelschule. "Die Mensa ist deshalb ein Traum für uns", sagte Landerbarthold. "Wir haben lange dafür gearbeitet und gekämpft. Dem Rat und der Verwaltung sind wir sehr dankbar." Nach den Herbstferien sollen hier die ersten Mittagessen ausgegeben werden. Schulleiter Rolf Bockwinkel zog ein positives Fazit. "Wir verstehen uns als Teil der Stadt und wollen uns einbringen. Es war unser Hauptanliegen, die Heinz-Sielmann-Schüle im Gespräch zu halten." Mit dem Tag der offenen Tür sei dies sehr gut gelungen.

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