1. ASB fordert "neues Denken"

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    REHBURG (jan). Das Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) begrüßt das neue Konzept zur "zivilen Verteidigung", das das Bundeskabinett verabschiedet hat. "Zum einen war die Überarbeitung von Notfallplänen längst fällig. Zum anderen ist es wichtig, dass die Bevölkerung mehr darüber weiß, wie sie sich im Ernstfall zu verhalten hat und sich selbst schützt", betont der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein. Das Konzept des Bundesministeriums des Innern zum Zivilschutz bezieht sich auf den sogenannten Spannungsfall und auf verschiedene militärische, terroristische oder hybride Bedrohungslagen. Einige Aspekte und Empfehlungen des neuen Konzepts sind aber auch für den Katastrophenschutz relevant. Patrick Frauenreuther, Leiter der Schnell-Einsatz-Gruppe beim ASB-Kreisverband Nienburg rät: "Nicht nur für den Spannungsfall, sondern auch für Naturkatastrophen wie Orkane, Hochwasserkatastrophen oder einen großflächigen Stromausfall sollte jeder Haushalt gerüstet sein und sich eine begrenzte Zeit selbst versorgen können. Dazu gehört unter anderem die Bevorratung haltbarer Lebensmittel, Trinkwasser, wichtiger Medikamente und Bargeld." Diese Empfehlungen seien aber keineswegs neu, sagt Jens Sewohl, ASB-Kreisgeschäftsführer. "Viele Jahre gehörten Hinweise zur Notfallvorsorge zum festen Bestandteil eines normalen Erste-Hilfe-Lehrgangs", erinnert er sich. Der ASB appelliert an die zuständigen Behörden, bestehende Präventionsmaßnahmen zu überdenken und die Bevölkerung mehr über richtiges Verhalten im Ernstfall aufzuklären. Ereignisse wie der Amoklauf von München oder die Anschläge von Ansbach und Würzburg zeigten, dass Bedrohungen heute eine ganz andere Qualität hätten und längst nicht mehr irgendwo weit weg seien. Demgegenüber stammten viele Konzepte im Katastrophenschutz aus den 1980er Jahren und seien nicht mehr zeitgemäß. Neben den zuständigen staatlichen Stellen sollten dabei auch die Hilfsorganisationen und die Zivilgesellschaft in einen breiten gesellschaftlichen Diskurs und in den Dialog mit den Behörden eingebunden werden.

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