LANDKREIS (bb). "Wir für Schaumburg" (WIR) hat sein Wahlprogramm für die Kreistagswahl mit Zielen wie der kostenlosen Betreuung in Kindertagesstätten (Kitas) und Horten, der Überführung der Kitas in die Trägerschaft des Landkreises, der Einrichtung einer weiteren Oberstufe an einer Integrierten Gesamtschule (IGS) und der stärkeren Einbindung der Bürger in den politischen Prozess vorgestellt. Richard Wilmers, Vorsitzender und Kandidat im Wahlbereich II, sowie Vorstandsmitglied Andreas Paul Schöniger, Kandidat im Wahlbereich III, gaben im Pressegespräch einen Überblick über die Schwerpunkte.
So strebe WIR eine Reduzierung der Zahl der in den Gruppen betreuten Kinder in Kitas und Horten an. Langfristig gelte es außerdem, eine kostenlose Betreuung aller Mädchen und Jungen in diesem Bereich zu erreichen. Außerdem seien die Kindertageseinrichtungen in die Trägerschaft des Landkreises zu überführen, um eine Vereinheitlichung der Standards im gesamten Kreisgebiet zu erreichen. Dringend benötigt werde im Landkreis eine weitere IGS-Oberstufe. Mit ihrer Achtzügigkeit sei die bisher bestehende Oberstufe an der IGS-Schaumburg zu groß. WIR schlage deshalb eine zweite Oberstufe an der IGS-Rodenberg vor. Dies würde auch bei der Schülerbeförderung zu einer Entzerrung führen. Mit dezentraler Unterbringung und Sprachlernklassen fahre der Landkreis einen guten Kurs im Bereich der Integrationspolitik, dieser sei fortzusetzen. Wichtig sei es, die Erreichbarkeit des neuen Klinikums für alle Bürger im Landkreis zu gewährleisten. Buslinien müssten entsprechend eingerichtet werden. Um die ärztliche Versorgung auf dem Lande zu erhalten und freiwerdende Praxen wieder zu besetzen, seien auch unkonventionelle Lösungen gefragt. Beim Bemühen um die eingeleitete Ausdehnung des GVH-Tarifs für Bahnfahrten auf ganz Schaumburg müsse der Landkreis mehr Druck aufbauen. WIR werden weiterhin Bürgerinitiativen unterstützen, die sich für den trassennahen Ausbau der Bahnlinie von Wunstorf nach Minden im Schaumburger Land stark machen. Dabei komme dem Lärmschutz eine entscheidende Bedeutung zu. Ebenso gelte es, die neue Stromtrasse nur unterirdisch zu verlegen und kritischer auf die Windenergie zu schauen, wenn diese in Wohnortnähe zu Anlagen mit einer Höhe von bis zu 220 Metern führe. Dringend zu verbessern sei die Bürgerbeteiligung in der Kreispolitik. Hierzu gelte es, die Transparenz der Prozesse zu erhöhen. WIR tritt mit insgesamt acht Kreistags-Kandidaten in allen sechs Wahlbereichen des Landkreises an.Foto: bb
