1. TV-Nelkenwanderer entdecken die Region

    Pyrmonter Hügelland und Süntel

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    Blomberg (la/lig). Die Nelkenwanderer in TV Blomberg sind eine offene Wandergruppe für alle ambitionierten Wanderer. Die Gruppe trifft sich regelmäßig jeden Samstag zu sportlich ausgerichteten Wandertouren rund um Blomberg. Zusätzlich wird eine monatliche Weitwanderung in der Umgebung organisiert. Zu den sportlichen Aspekten kommen dabei landeskundliche Schwerpunkte hinzu. Die jüngste Wanderung führte die Wandergruppe über vorwiegend gut befestigte Forstwege durch das Pyrmonter Hügelland, wobei drei Türme am Weg lagen: der Spelunkenturm, der Schellenturm und schließlich der Bismarckturm.

    Bei schönstem Wanderwetter wurde die Tour im Schellental gestartet. Die erste Etappe führte zum Spelunkenturm. Um Höhe zu gewinnen ging es in einem weiten Bogen am Südhang des Pyrmonter Berges entlang. Die Strecke ließ immer wieder weite Ausblicke in den Pyrmonter Talkessel zu. Der Schellenturm gab die nächste Wegemarke. Nicht ganz so hoch wie der vorige bot er der Wandergruppe dennoch beste Aussichten. Die letzten Kilometer am Pyrmonter Berg waren dann schon fast entspannend, ging es doch immer leicht abwärts. Es konnten genügend Kräfte für den Anstieg auf den Königsberg gesammelt werden. Hier wartete der Bismarckturm auf die Wandergruppe. Leider ist dieser Turm derzeit nicht geöffnet. Eine neu angelegte Sichtachse erlaubte immerhin einen Blick auf die Emmer. Zurück im Schellental konnten die Wanderer auf eine gut 20 Kilometer lange mit gut 700 Höhenmetern gespickte Strecke zurückblicken. Eine weitere Wanderung führte die Nelkenwanderer zu einer großen Runde im östlichen Süntel. Der Süntel liegt nördlich von Hameln, gehört zum Naturpark Weserbergland und bildet die östliche Fortsetzung des Wesergebirges. Er bietet Wanderern eine Vielzahl interessanter Ausflugsziele: Klippen, Höhlen, Schluchten, Täler und Wasserfälle. Viele Wanderwege führen durch Laubwälder, deren Existenz den örtlichen Steinkohlevorkommen zu verdanken ist. Die Blomberger Wandergruppe zog einen großen Kreis um die mit 437 Metern höchste Erhebung des Süntel, die Hohe Egge südlich von Bad Münder. Gestartet wurde an der Bergschmiede, einem Relikt aus der Zeit des Bergbaus. Auf dem Weg bergan zogen die Spuren des historischen Sandsteinabbaus das Interesse der Wanderer auf sich. Sandsteine aus dem Süntel wurden übrigens im Schloss Barntrup verbaut. Weiter ging es in welligem Terrain in Richtung Süntelturm, der kurz nach einer steilen und felsigen Passage erreicht wurde. Am Pfad erinnert ein Denkmal an den Absturz von zwei Düsenjägern Anfang der 1960er Jahre. Von der Plattform des 25 Meter hohen Turmes hatten die Nelkenwanderer einen fantastischen Rundblick. Anschließend ging es steil bergab Richtung Pötzen und dann weiter am Südhang entlang. Vielen alten Halden und Stolleneingängen zeugen vom ehemaligen Steinkohlebergbau. Am Osthang des Süntel fließt aus verschiedenen Stollen das Süntelblut. Dieses reichlich eisenhaltige Grubenwasser wird bei Flegessen durch ein Tretbecken geleitet. Einige Wanderer nutzten die Gelegenheit zu einem erfrischenden Fußbad. Nach guten 20 Wanderkilometern mit circa 700 Metern Gesamtanstieg endete die Tour. Vor der Rückfahrt wurde die nächste Weitwanderung vorgestellt: Die wird am Sonntag, 18. September im Teutoburger Wald zwischen Donoper Teichen und Berlebeck stattfinden. Gewandert wird auf wenig bekannten Pfaden. Nähere Auskünfte erteilt Gerhard Nagel unter (05235) 8610.

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