WUNSTORF (tau). Ein Wahlkampf ohne Wahlplakate, das ist kaum vorstellbar. Bis auf die Partei Bündnis 90/Die Grünen setzen alle anderen Mitbewerber mal mehr, mal weniger auf die sichtbare Werbung. Dazu gehört dann auch der Vandalismus. Plakate von Parteien werden zuweilen zerrissen, überklebt oder angemalt. Dass die Zerstörung von Wahlplakaten strafbar ist, jeder weiß es, genauso wie die Tatsache, dass nur in den seltensten Fällen Täter ermittelt werden können. Viele Parteien verzichten daher auf Anzeigen oder preisen den Vandalismus in ihre Wahlkampfkalkulation mit ein. Die AfD beklagt nun schon über Wochen hinweg die Zerstörung ihrer Plakate in der Seeprovinz, erstattete Anzeige und lieferte sich einen medialen Schlagabtausch mit der SPD. Deren Chef, Bernd Maschke, hatte auf eine Pressemitteilung des AfD-Vorsitzenden Bernd Wischhöver reagiert und ihm unter anderem vorgeworfen, sich lediglich als Opfer darstellen zu wollen. Wischhöver antwortete prompt und wirft Maschke nun in zwei weiteren Pressemitteilungen vor, Straftaten bagatellisieren und damit tolerieren zu wollen. Der Steinhuder Politiker spricht von politisch motivierten Taten, die sich gezielt gegen seine Partei richten würden, da die Plakate sehr weit oben an den Laternen hingen, Hilfsmittel also nötig seien. Bernd Maschke kann darüber nur mit dem Kopf schütteln: "Herr Wischhöver sollte sich genauso kenntnisreich und engagiert mit den Herausforderungen unserer Stadt befassen, wie mit verschwundenen Wahlplakaten", so der SPD-Chef.
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Debatte um Wahlplakate
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