Detmold-Pivitsheide (hö). Heiße Tage auf dem Kussler Ball. Die 66. Auflage fand bei hochsommerlicher Witterung erstmals am neuen Standort auf dem Kirmesplatz in Pivitsheide VL statt. Das bewährte Programm überzeugte auch hier die Besucher.
Alljährlich lockten die Organisatoren vom Mandolinen-Orchester Pivitsheide ihre Gäste zum Kussler Ball. Dieses Jahr war die Veranstaltung auf den Kirmesplatz verlegt, da der alte Festplatz nicht mehr zur Verfügung steht ("Lippe aktuell" berichtete). Mit Karussells, Autoskooter und vielen weiteren Fahrgeschäften gab es viel für die kleinen und großen Gäste. Startschuss war am Freitagnachmittag mit der Kirmeseröffnung. Am Abend gab es ein Oktoberfest "Warm up" mit der Partyband "Die Bamberger". Mit 100 Litern Freibier wurde den Gästen der Fassanstich versüßt. Maico Landwehr vom Organisationsteam war sehr zufrieden mit dem ersten Tag. "Der Freitagabend war sehr gut besucht und mit dem neuen Platz sind wir auch sehr zufrieden", so der Mitorganisator. Oldtimer machen Station Am Samstagnachmittag hielt sich die Besucherzahl angesichts von Temperaturen von über 30 Grad im Schatten noch in Grenzen. Bei der Zieleinfahrt der "ADAC-Cherusker-Fahrt" konnten Oldtimerfreunde die teilnehmenden Fahrzeuge bewundern. Die 36. Rundreise startete wie gewohnt am Landestheater und führte die Teilnehmer über Donop, Alverdissen und Hessisch-Oldendorf bis nach Rhoden. Nach der Mittagspause fuhren die Oldtimer über Hagen, Lüdenhausen und Heiden zum Ziel am Kussler Ball. Mit der Teilnehmernummer 19 waren Ingo Brötzmann als Fahrer und Ralf Ludwig als Copilot in ihrem Triumph TR6 aus dem Jahr 1970 dabei. Sie wurden nach Beendigung einiger Aufgaben auf der Strecke von Nina Kemler und Trirat Kumphat mit einem Lächeln und einem Glas Sekt begrüßt. Reinhard Kramer vom MSC Hermannsdenkmal e.V. konnte rund 88 Teilnehmer für die Fahrt gewinnen. "Die Teilnehmer hatten einige Aufgaben unterwegs zu erledigen", sagte Kramer. So mussten die Fahrer Lichtschranken mit Stoppuhr-Fahrten bewältigen, Zahlen am Straßenrand notieren und sich von "Lebendkontrollen", also Personen am Straßenrand, einen Stempel als Nachweis geben lassen. Am späten Nachmittag versammelten sich viele junge Menschen auf dem Kirmesplatz. Um diesen ein offenes Ohr zu bieten, hatten die beiden Streetworker, Diplom-Sozialarbeiter Daniel Reinemann von der Stadt Detmold und Diplom-Sozialpädagoge Matthias Mörchel von der "Villa am Hügel", ihren Bus für Mobile Jugendarbeit mitgebracht. Neben einem Kicker gab es auch Musik und Getränke in dem ehemaligen Linienbus. Die Streetworker suchten den Kontakt zu den Jugendlichen, um über Probleme und Sorgen der Heranwachsenden zu sprechen. "Wir stehen regelmäßig auf der Andreasmesse und wirken auch deeskalierend auf Streitende ein oder führen Beratungsgespräche über Schule, Eltern und Ausbildung", so Matthias Mörchel. Die 14-Jährigen Paul Schamschat, Maximilian Ruppert und Bendix Hasselmann spielten eine Runde Kicker im Bus. Der Abend gehörte eindeutig der Partyband "Die Bamberger", die im Festzelt die Bühne rockten. Hier ließen die Feierlustigen zunächst auf sich warten. Aufgrund der hohen abendlichen Temperaturen hielten sich viele zunächst lieber vor dem Festzelt auf. Genug Zeit zum Feiern gab es aber an beiden Festabenden. Die letzten Getränke wurden am Freitagabend bis 1.30 Uhr und Samstagabend sogar bis 2.30 Uhr ausgeschenkt. Den Sonntag eröffnete eine "Mega Frühschoppengaudi" mit den Bambergern. Als Mittagsspezialität gab es Erbsensuppe und zum Nachmittag Kaffee und Kuchen. Jetzt heißt es wieder ein Jahr warten bis zum nächsten Kussler Ball.
