1. Im Silvaticum summt und brummt es

    Landesverband schafft Blühwiesen für Bienen, Falter und Co.

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    Horn-Bad Meinberg. Wissenschaftlern zufolge ist die Population an Insekten in den vergangenen Jahren dramatisch zurückgegangen. Vor allem Bienen, Hummeln und Tagfalter sind demnach auf dem Rückzug. Um ihnen vom Frühjahr bis in den Herbst eine nektar- und pollenreiche Pflanzenvielfalt bieten, werden im Silvaticum in Bad Meinberg jetzt regelmäßig bunte Blühwiesen ausgesät.

    Als Ursachen für den Rückgang der Insektenzahl werden die zunehmende Versiegelung von Flächen, die intensive Landwirtschaft und Belastungen durch Umweltgifte diskutiert. Initiativen wie das Anlegen von Blühwiesen sollen diesem Trend entgegenwirken. "Wir unterstützen das sehr gern", so Verbandsvorsteherin Anke Peithmann. "Im Silvaticum gibt es zahlreiche Blütenteppiche, die Insekten anziehen und Spaziergänger erfreuen." Auch Fotografen zücken hier gerne ihre Kamera. 2013 hatte der Landesverband einen Bienenlehrpfad angelegt und Bienenvölker angesiedelt. Die Idee, zusätzlich Blühwiesen anzulegen, kam vom Bad Meinberger Kurt Brömelmeyer, der auch den Impuls zur Einrichtung des Bienenlehrpfads gab. Günter Harmel, Leiter des Forstreviers Belle, nahm seine Anregung gern auf: "Der zunehmende Verlust der sechsbeinigen Bestäubungshelfer hat gravierende Folgen für Natur und Menschen, denn sie sind es, die Wachstum, Blüte und eine reiche Obsternte sichern und selbst Nahrung für viele andere Tierarten sind." Nun werden jedes Jahr Blühwiesen ausgesät. "Damit im Silvaticum auch künftig summt und brummt", sagen Harmel und Brömelmeyer. Die beiden teilen sich die Arbeit: "Wir bereiten den Boden für die Aussaat vor und bestellen das Saatgut für einjährige Blumen bei einer Fachfirma auf der Schwäbischen Alb", erläutert Harmel. Kurt Brömelmeyer bringt das Saatgut aus: "Ich freue mich, dass der Landesverband für meine Idee aufgeschlossen war und hoffe, dass dieses Beispiel Schule macht. Mein Beitrag besteht darin, das Saatgut auszusäen. Ich mische es dazu mit Sand, weil die Saatkörner zum Teil sehr klein sind und schnell verweht werden könnten." In diesem Sommer bildeten Lichtnelken, Kornblumen, Cosmea, Mohn und viele weitere Sorten leuchtende Blütenmeere zwischen den Bäumen"Dieses Engagement zeigt, dass unseren Förstern und Forstwirten Natur- und Artenschutz am Herzen liegt", betont Peithmann.

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