Detmold (hö). Die Tradition setzt sich fort: Dr. Traute Prinzessin zur Lippe übernimmt die Schirmherrschaft des MS-Kontaktkreises Detmold e.V. Am vergangenen Mittwoch traf man sich zum alljährlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen im Detmolder Schloss. Im MS-Kontaktkreis e.V. um Vorsitzende Ulrike Eickermann haben sich Menschen zusammengeschlossen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, um sich gegenseitig zu informieren und helfen. Da die Krankheit nicht heilbar ist, benötigen die meisten Erkrankten nicht nur ärztliche Unterstützung und Hilfe, sondern auch seelischen Beistand. "Und wenn es ‚nur’ reden ist", so die Vorsitzende.
Ein offenes Ohr für die Leiden der Betroffenen hatte auch Prinzessin Dr. Traute zur Lippe. Als neue Schirmherrin ist die Prinzessin gut über die Krankheit informiert. "Leider wirkt sich eine Temperaturveränderung, sehr stark auf das Befinden der Patienten aus. So konnten heute einige der Mitglieder leider nicht erscheinen", entschuldigt die Prinzessin das Fehlen einiger Betroffener. Doch die Prinzessin hatte zudem eine kleine Überraschung für ihre Gäste. "Nach dem Kaffee gehen wir zum schönen und lustigen Teil unseres Treffen über", so die Gastgeberin. Mit der Übernahme der Schirmherrschaft führt sie die Familientradition fort. Zuvor hatte lange Jahre ihr vor einem Jahr verstorbener Ehemann Dr. Armin Prinz zur Lippe dieses Ehrenamt inne. MS – Multiple Sklerose – ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems. Das Krankheitsbild verläuft bei jedem Betroffenen anders und so wird sie auch die "Krankheit mit den 1.000 Gesichtern" genannt. Taubheitsgefühle, Sehbehinderungen oder gar Bewegungsprobleme sind nur einige der Krankheitssymptome. Zudem ist die Diagnose der Krankheit nicht einfach, so dass eine passende Behandlung verspätet vorgenommen wird. Medikamente, die bei dem einen Patienten helfen, die Beschwerden zu lindern, können bei einem anderen Betroffenen komplett fehlschlagen. So ist auch keine generelle Behandlung vorzuweisen. Jeder Erkrankte muss individuell mit den Medikamenten abgestimmt werden. So wie bei Ursel Tödtmann, die ihr Medikament wieder abgesetzt hatte, da die erhofften Verbesserungen nicht eintrafen. Angehöre von MS-Patienten können nur zur Hand gehen. Helfen bei Einkäufen, Spaziergängen, teils im Rollstuhl und zur Krankengymnastik oder Ergotherapie hinfahren. Betroffen sind meist junge Frauen zwischen 20 und 25 Jahren. Aber auch Kinder können erkranken. Die Krankheit begleitet einen das ganze Leben lang. Unterstützt wird der Kontaktkreis durch den Inner Wheel Club Detmold-Blomberg. Der MS-Kontaktkreis trifft sich jeden vierten Mittwoch im Monat um 15 Uhr im DRK-Haus, Hornsche Straße 29-31. Weitere Informationen gibt es auf "www.ms-wkontaktkreisdetmold.de".
