WUNSTORF (gi). Was normalerweise nett gemeint ist, ist derzeit der Anfang einer Betrugsmasche. Gerade einmal vier Wochen ist es her, dass in der Presse über diese "Masche" berichtet wurde und noch immer (oder schon wieder) wird versucht, an die Daten von vornehmlich Älteren zu gelangen. Freitag gegen 13.30 Uhr passte im Bereich der ehemaligen Wassermühle ein vermeintlicher Wasserwerker eine 82-Jährige vor ihrer Haustür ab und bat um ihre Telefonnummer. Es solle am Montag das Wasser abgestellt werden, die Telefonnummer werde zum rechtzeitigen Informieren gebraucht. Zunächst nichts ahnend gab sie dem Mann, den die Frau als circa 50 Jahre alten, rund 1,65 Meter großen Mann mit einer "normalen" Figur und normaler, einfacher Kleidung beschreibt, ihre Telefonnummer. Der Unbekannte sprach deutsch und trug eine Mütze. Nur 30 Minuten später wurde die Seniorin von einem Mann angerufen, der sich als Polizeibeamter ausgab. Er gab vor, Gegenstände, die gefunden und offensichtlich einem Diebstahl zuzuordnen seien, wieder "an den Mann" bringen zu wollen. Er sei auf der Suche nach den Eigentümern und versuchte, so ganz nebenbei, die Angerufene nach ihrem Goldschmuck, Bargeld und einem vorhandenen Tresor zu fragen. Dazu wollte er wissen, ob die Frau alleinstehend und zuhause alleine sei.
Die Bürgerin konnte zwar die beiden "Vorkommnisse" nicht miteinander in Verbindung bringen, glücklicherweise gab sie aber dennoch keine Auskünfte zu den gestellten Fragen und legte schließlich auf. So oder ganz ähnlich wird es diese "Bande" wohl schon noch mehrfach versucht haben und weiter versuchen. "In diesem Zusammenhang kann nicht häufig genug davor gewarnt werden, Fremden allzu bereitwillig Angaben zu den eigenen Lebens- und Finanzsituationen zu machen", rät der Kontaktbeamte des hiesigen Poilizeikommissariates, Ralf Möllmann.