Leopoldshöhe (kd). "Wir haben unser Fest ‚Sommersause‘ genannt, um uns von anderen abzuheben", meinte Birgit Kampmann, Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen in Leopoldshöhe. Gemeinsam mit den Anwohnern der Siedlung Greste-Mackenbrede wurde auf dem Heimathof gefeiert. Es war das erste grüne Sommerfest in Leopoldshöhe. "Wir wollten einfach mal ein neues Format ausprobieren, um mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen. Nicht nur Politik, auch Kultur, Spiel und zwangloses Beisammensein sind uns wichtig", sagte Birgit Kampmann. "So können wir dann auch erfahren, wo den Leopoldshöhern der Schuh drückt." Zu diesem Zweck lagen Bierdeckel aus, auf denen Fragen notiert werden konnten. "Wir werden jede beantworten, wenn nicht sofort, dann auf jeden Fall später nach gründlicher Recherche", versicherte die Kommunalpolitikerin. Unterstützung kam von der Landtagsabgeordneten Manuela Grochowiak-Schmieding aus Oerlinghausen. Sie moderierte den Wettbewerb "Ministerraten", bei dem die Ressortverantwortlichen der nordrhein-westfälischen Landesregierung zugeordnet werden sollten. Kinder konnten auf zwei Ponys reiten, für die Erwachsenen standen jeweils drei Sorten Biowein und Bier zur Verkostung bereit. Mit Liedern wie "On the road again", "This land is my land" und "Oh, Susanna" unterhielten die "Old Fellows" die Gäste. Bernd Büchel, Ellen Hildebrandt, Paul-Gerhard Lange und Wolfgang Puls stammen aus der Region und haben sich den Musikstilen Country, Folk, Swing und Oldies verschrieben. Als Vera Knoll von dem Fest hörte, hat sie sich spontan angeschlossen. Vor 35 Jahren organisierte sie die ersten Siedlungsfeste in Greste-Mackenbrede. Das Motto lautete "Zum Kennenlernen ist es nie zu spät". Denn "die Nachbarschaft ist für jeden einzelnen besonders wichtig", hat Vera Knoll festgestellt. "Unser Leben ist ein großes Geschenk, nehmen wir es an und gehen fröhlich miteinander um." Dies kommt auch in dem "Grester Heimatlied" zum Ausdruck, das Vera und Hans-Wilhelm Knoll getextet haben. Bei ihrem Auftritt bei der "Sommersause" haben die "Leo Amseln" unter der Leitung von Wolfgang Glauer durfte das Lied daher nicht fehlen. Im Laufe der Jahre hat sich die Zusammensetzung der Einwohner der Siedlung jedoch verändert. Die meisten Häuser haben die Besitzer gewechselt, das Interesse an Straßenfesten ist zurückgegangen. Auf Grund zunehmender familiärer Verpflichtungen hat sich Vera Knoll entschieden, die ehrenamtliche Aufgabe niederzulegen. Mit 100 Schoko-Küssen verabschiedete sie sich von den Anwesenden.
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"Sommersause" abseits der Politik
Die Grünen und die Siedlungsgemeinschaft Greste-Mackenbrede feierten gemeinsam
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