Augustdorf. (cp) Um den Augustdorfer Ehrenfriedhof als einen würdigen Ort des Gedenkens zu erhalten, kümmern sich fünf Bürgerschützen seit Jahren um die Pflege des Areals neben der Alten Dorfkirche. Als Dank für dieses ehrenamtliche Engagement hat Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf den Schützenbrüdern jetzt im Namen der Gemeinde einen reich gefüllten Präsentkorb überreicht.
Seit mehr als 15 Jahren halten Mitglieder der Bürgerschützengilde 1901 Augustdorf e.V. den Ehrenfriedhof instand –"freiwillig und aus voller Überzeugung", wie Wulf anlässlich der kleinen Feierstunde betonte. Der Friedhof an der Pivitsheider Straße dokumentiere wichtige Kapitel der Augustdorfer Geschichte, so der Bürgermeister: Gedenksteine erinnern an die Gefallenen des 1. und 2.Weltkrieges; sogenannte "Displaced Persons"– Zwangsarbeiter und (ehemalige) Kriegsgefangene – haben hier ihre letzte Ruhestätte. "Als erstes haben wir damals die Büsche zurückgeschnitten, um die Sicht auf die Denkmäler zu freizulegen", erinnert sich Joachim Nitsche, der mit Hans Klarhöfer und Heinz Raban von Beginn an dem ehrenamtlichen "Pflegetrupp" angehört. Karl-Heinz Abraham ist nach 13 Jahren ausgeschieden, neu hinzugestoßen sind Manfred Ostländer und Michael Klarhöfer. Rund 10 Stunden pro Monat sind die rüstigen Herren vor Ort, um Rasen zu mähen, Laub zu harken, Sträucher und Bäume zu beschneiden oder neu zu pflanzen und die Beete und Grabstätten von Unkraut und Unrat zu befreien. Vandalismus hätten sie noch nie erlebt, und die Verschmutzungen seien immer weniger geworden, freut sich Nitsche. Das Arbeitsmaterial stellen die Bürgerschützen selbst, einen neuen Rasenmäher sponserte im vergangen Jahr die "Spadaka". Der Ehrenfriedhof sei immer gepflegt und lade so die Menschen dazu ein, sich mit der Geschichte zu beschäftigen, lobte Wulf. "Ihr haltet diesen Ort in einem Zustand, der ein würdiges Andenken möglich macht. Ich hoffe ihr habt die Kraft, das noch einige Zeit zu tun."
