1. Neue Kooperation von vier Traditionsvereinen

    Für Begegnungen zwischen einheimischen und ausländischen Mitbürgern

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    Bad Salzuflen. In Bad Salzuflen-Schötmar wird ab diesem Jahr etwas ganz Neues versucht: Mehrere Traditionsvereine haben sich in einer Kooperation zusammengefunden. Der Bürgermeister Roland Thomas ist Schirmherr. Wie es gelingen kann, Traditionspflege durch bewusste Öffnung für neuzugezogene Migrationsbürger zu beleben, zeigt sich derzeit in Bad Salzuflen. Dort gehen der Heimat- und Verschönerungsverein, der Deutsche Kinderschutzbund, der Bürgerverein und die Schützengesellschaft Schötmar offensiv auf Neubürger zu. Die kommen aus vielen verschiedenen Ländern und bringen ihre eigenen Traditionen ein. Zur ersten großen Begegnung werden viele Teilnehmer erwartet – beim Kiliansfest in Schötmar im September. Bürgermeister Roland Thomas: "Wie nahezu alle Städte in Nordrhein-Westfalen, steht auch Bad Salzuflen vor enormen Herausforderungen. Der zunehmende Anteil von Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund verpflichtet uns, für eine nachhaltige Integration in unserer Gesellschaft zu sorgen. Als Politiker schaffen wir die erforderlichen Rahmenbedingungen und unterstützen viele bürgerliche und städtische Initiativen. Ich freue mich sehr, dass sich im Ortsteil Schötmar nun eine so breite bürgerliche Kooperation gefunden hat. " Die Initiative ‚Die Stadt braucht starke Einheimische‘ der vier kooperierenden Vereine sei vorbildlich.

    Die Schötmaraner Schützen marschieren vorneweg Seit 40 Jahren veranstalten die Schützen das Osterfeuer auf ihrem Schützenplatz in Schötmar. In diesem Jahr wurde die Traditionsveranstaltung ergänzt um einen Familienumzug. 520 Kinder und ihre Eltern wanderten zu Spielmannszugmusik durch Schömar und gaben ein eindrucksvolles Bild. Allerdings ein Überraschendes: die überwiegende Mehrheit der Besucher waren Ausländer, Einheimische waren nur wenige gekommen. "Deshalb haben wir unseren Ansatz weiterentwickelt und konzentrieren uns jetzt verstärkt darauf, auch die einheimischen Bürger wieder in die Öffentlichkeit zurück zu holen", erläutert Jens Matthiesen, der die Aktion organisiert hatte und selbst Mitglied in allen kooperierenden Vereinen ist. Das Kiliansfest 2016 - der Beginn eines neuen Weges Auch die Veranstalter der großen Stadtfeste in Schötmar stellen fest, dass der Anteil der einheimischen Besucher beständig und immer stärker zurückgeht. Deshalb wird im Herbst dieses Jahres das Kiliansfest offensiv auf die Einheimischen fokussiert. "Wir haben mit den Schützen in Schötmar einen starken Partner gefunden", so Jochen Heidbreder, Vorsitzender des Bürgervereins Schötmar, der das Kiliansfest veranstaltet. "Durch ihr Engagement kommen nicht nur mehr Gäste zu uns, sondern wir schaffen Programmpunkte, die den Einheimischen und den Migrationsbürgern gleichermaßen gefallen werden." Zu diesem Zweck schmiedete die Schützengesellschaft Schötmar eine bürgerliche Kooperation nicht nur mit dem Bürgerverein, sondern auch mit dem Deutschen Kinderschutzbund und dem Heimat- und Verschönerungsverein Bad Salzuflen. Jüngst bezog auch der Lippische Heimatbund Stellung zum Thema Migration: "Menschen aus anderen Ländern und Kulturen bringen ihre Sicht der Dinge, ihre Erfahrungen und ihre Ideen mit. Das ist in der Regel äußerst befruchtend. ‚Schmoren im eigenen Saft‘ ist dagegen eher kontraproduktiv."

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