Bad Salzuflen-Bergkirchen (la). Am Samstag, 20. August, enden die Mondscheinkonzerte um 20 Uhr in der Kirche zu Bergkirchen mit dem Saxophonquartett "Blattwerk". Vier Saxophonisten, vier Epochen: Das »Blattwerk Saxophonquartett« haucht alten Meistern neues Leben ein. Johann-Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Georg-Friedrich Händel und Ludwig van Beethoven erleben, wie erfrischend ein kleines bisschen »blue note« sein kann. Selbst Klezmer, Tango nuevo sowie südeuropäische und asiatische Folklore sind Elemente des breiten Repertoires. Stilsicher bewegen sich die Musiker zwischen den Welten Jazz und Klassik. Sie interpretieren Bachs Fugen, Mozarts »Kleine Nachtmusik« und Bernsteins »West Side Story« ebenso vital wie Astor Piazzollas »Libertango« oder Sonny Rollins »St. Thomas«. Crossover at it‘s best. In seinem aktuellen Programm widmet sich das Blattwerk Saxophonquartett bekannten filmmusikalischen Werken und wendet sie neu – darunter Titelmelodien von »Star Wars«, »Indiana Jones« oder »James Bond«. Blattwerk – das sind die Saxophonisten Hartmut Salzmann (Sopran/Alt, Arrangements), Timur Isakov (Alt, Klarinette), Alban Hauser (Tenor) und Bernd Stich (Bariton). Konzertreisen führten die Musiker nach Asien und ins europäische Ausland. Für den Namen »Blattwerk« stand übrigens das kleine Holzblatt Pate, das im Mundstück den Ton erzeugt.
Nach den Konzerten in der Kirche spielen die Musiker bei schönem Wetter auf dem illuminierten Kirchplatz weiter. Dabei wird für eine stimmungsvolle Ausleuchtung der Außenanlage und des Kirchraumes gesorgt. Unter den Linden lädt ein Biergarten mit allerlei Getränken, Imbiss, Kerzen und Lampions zum Verweilen ein. Bei schlechtem Wetter findet der zweite Teil im Gemeindehaus statt. Anstelle von Eintrittskarten wird eine Kollekte zu gesammelt. Weitere Informationen sind auf der Internetseite "www.bergkirchen.net" erhältlich. Hartmut Salzmann: Die meisten "Blattwerk"-Arrangements stammen aus seiner Feder. Er ist auf jazzig-zeitgenössische Bearbeitungen klassischer und barocker Werke spezialisiert. Hartmut wurde 1968 geboren. Seit dem 12. Lebensjahr ist er musikalisch aktiv. Zunächst lernte er Klavier und Klarinette zu spielen. Mit 15 Jahren entdeckte er die Liebe zum Saxophon und studierte es als Hauptfach. Timur Isakov wurde 1969 in Kirgisien geboren. Im Alter von zehn Jahren begann er Saxophon und Klarinette zu spielen. Timur studierte Soloklarinette an der Musikhochschule in Alma-Ata und arbeitete als Konzertmeister am Theater für Oper und Ballett in Ashgabat. 2001 siedelte Timur mit seiner Familie nach Deutschland um, wo er derzeit als Konzertmusiker und Musikpädagoge arbeitet. Alban Hauser, geboren 1972, gehört seit 2015 zum Ensemble. Mit vier Jahren entdeckte er die Blockflöte für sich, merkte aber nach einiger Zeit, dass es auch noch andere Instrumente gibt. Folgerichtig wechselte er im Grundschulalter zur Klarinette und lernte später Klavier und Saxophon. Alban hat an der Musikhochschule Detmold Klarinette und Klavier studiert. Er arbeitet als Instrumentallehrer und frei schaffender Musiker. Bernd Stich (genannt "Pieks") wurde 1966 geboren. Er bildete im Laufe seiner Karriere das Fundament für diverse Big-Band-Saxophonsätze – so etwa bei Konzerten mit Herb Geller und Silvia Droste. Bernd ist die Rhythmusgruppe des Blattwerk-Saxophonquartetts. Ohne seine tiefen Töne wäre die Musik nur helles Gezwitscher. Sein Motto: Immer die Zunge am Blatt.
