1. Jugendliche sammeln im Freiwilligen Ökologischen Jahr wertvolle Erfahrungen

    Die GNS in Augustdorf ist Einsatzstelle im Bereich Natur- und Umweltschutz

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    Augustdorf (ck). Treckerfahren, Laufenten und Hühner umsorgen, Pflanzen pflegen, Wissen vermitteln – das ist nur ein Bruchteil der vielfältigen Aufgaben, die für die siebzehnjährige Jasmin Köstens und den achtzehnjährigen Simon Gau in den kommenden Monaten zum Alltag gehören. Die beiden haben am 1. August ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bei der Gemeinschaft für Naturschutz Senne und Ostwestfalen-Lippe e.V. (GNS) in Augustdorf begonnen. Erste Ansprechpartnerin der "FÖJler" ist Hedwig Kerstingtombroke, Geschäftsstellenleiterin des gemeinnützigen Vereins. "Morgens treffen wir uns und besprechen den Tagesablauf, der normalerweise von 8 bis 15 Uhr getaktet ist", berichtet Simon Gau. Im Anschluss geht es für die jungen Leute mit Hausmeister Jürgen Hrach raus in die Natur. Immerhin 7,5 Hektar Fläche gilt es instand zu halten, dazu gehören Kiefernwald, Gemüsegarten, Teiche, Gewächshäuser, Sinnesgarten, Lagerflächen und viele Wege. Seit knapp zwei Wochen steht Simon im Dienst der der Gemeinschaft für Naturschutz, fühlt sich aber schon gut aufgehoben. Er ist interessiert, fragt viel, will alles genau wissen. "Demnächst mache ich einen Motorsägen-Schein. Das sind zwei Tage Theorie und Praxis", freut er sich. Nach seinem Schulabschluss war der 18-Jährige noch nicht sicher, in welche Richtung seine Ausbildung gehen soll. Eigentlich wollte er ein Jahr ins Ausland, "am liebsten nach Irland", erzählt der Abiturient. Weil er keine Entsendeorganisation fand, entschloss er sich, in Deutschland zu bleiben und ein Ökologisches Jahr zu absolvieren. Das FÖJ diene vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Orientierungs- und Bildungsjahr, erklärt Hedwig Kerstingtombroke: "Sie können sich intensiv für die Umwelt engagieren und erwerben Grundkenntnisse im Natur- und Umweltschutz sowie in ökologischen Berufsbildern." Jasmin dagegen hat bereits einen Berufswunsch vor Augen: Gärtnerin für Zier- und Nutzpflanzen, das könnte sie sich vorstellen und hat dazu auch schon vier Praktika in Gartenbauunternehmen absolviert. Von ihrem Freiwilligen Jahr erhofft sie sich aber auch neue Erkenntnisse. Im Gewächshaus der GNS kümmert sich die ruhige 17-Jährige mit Begeisterung um die Pflanzen, hegt und pflegt sie jeden Tag und freut sich über die ersten reifen Tomaten. Aber auch wenn sie die kleinen Zwerghuhnküken füttert und streichelt, geht ihr das Herz auf.Simon ist bereits besonders gespannt auf die Arbeit mit den Schulgruppen, die hier neue Erkenntnisse und Eindrücke über die Natur sammeln sollen. Gemeinsam mit Jasmin wird er den Schülern dabei hilfreich zur Seite stehen. Der Abiturient kann dabei seine Liebe für die Natur und sein Interesse an Pädagogik verbinden. Begleitung und Unterstützung zum Thema Naturpädagogik finden Simon und Jasmin bei Cordula Großkathofer, Markus Plate und Anika Telaar. Gemeinsam mit den Biologen führen sie für Kinder und Jugendliche Umweltbildungsprogramme durch, die Abläufe in der Natur nahebringen und verständlich machen sollen. Eine neue Aufgabe auch für Jasmin, die glaubt, dass die Erfahrungen ihres FÖJ sie ein Stück selbstbewusster und offener werden lassen.

    Die Gemeinschaft für Naturschutz in Augustdorf ist eine anerkannte Einsatzstelle für Bundesfreiwilligendienst (BFD) und FÖJ: Der BFD wird organisiert durch den Nabu NRW; die Förderdauer beträgt maximal 18 Monate. Das Freiwillige Ökologische Jahr wird vom Land NRW gefördert und organisiert durch das LWL-Landesjugendamt, FÖJ-Zentralstelle in Münster. Die Förderdauer beträgt ein Jahr. Beide Freiwilligendienste sind mit Fortbildungsseminaren verbunden.

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