Kreis Lippe . Knapp 50 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren waren jüngst für zwei Wochen zur Jugendbegegnung in Detmold und Umgebung: Sie kamen aus dem finnischen Savonlinna, aus Saint-Omer in Nordfrankreich, aus dem belgischen Hasselt, aus Oraiokastro in Griechenland sowie aus dem befreundeten italienischen Verona. Ebenso dabei waren junge Frauen und Männer der Partner des Kreises aus Kaunas/ Litauen, Chodziez/ Polen und Lutsk/ Ukraine. Über europaweite Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten informierten sich die jungen Europäer an der Uni Bielefeld sowie im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Detmold. Als die jungen Leute zu Heinrich Schüring, Berufsberater der Detmolder Arbeitsagentur, ins BiZ kamen, um einiges über die Berufsausbildung in Deutschland zu erfahren, hatten sie schon ein strammes, von ‚erasmus+ Jugend in Aktion‘ gefördertes Programm hinter sich: Besichtigungstouren touristischer Highlights, ein Survival-Training am Hermann, zahlreiche Workshops zum Thema Europa sowie der Besuch eines Flüchtlingsheimes. Nun also, das Berufsinformationszentrum (BiZ). Denn natürlich fragt sich der ein oder andere Jugendliche der Gruppe, ob eine Berufsausbildung oder ein Studium vor Ort sinnvoll sein könnte. Martina Gurcke vom Team Städtepartnerschaften der Stadt Detmold gibt zu bedenken, "dass gerade junge Frauen und Männer, die an Jugendbegegnungen wie dieser teilnehmen, besonders aufgeschlossen dafür sind, auch im Ausland zu leben und dort tätig zu werden." Da besonders das duale Ausbildungssystem in Deutschland einen sehr guten Ruf hat, interessierten sich die jungen Europäer staunend für Einzelheiten. Kaum zu glauben, dass es bei uns mehr als 300 Ausbildungsberufe gibt: von der Änderungsschneiderei bis hin zum Zweiradmechatroniker. Spannende Berufe allemal, doch wie sieht es mit den Sprachkenntnissen aus?! Deutschkenntnisse auf B2/C1-Level, was einer selbständigen bis kompetenten Sprachverwendung entspricht, sind zum Ausbildungsbeginn notwendig. Berufsberater Schüring stellt im Bedarfsfall bei einem Ausbildungswunsche in Deutschland Unterstützung seitens der Arbeitsagentur in Aussicht: "EU-Angehörige können an ‚berufsvorbereitenden Maßnahmen‘ teilnehmen, zum einen um die Sprachkenntnisse zu vertiefen, zum anderem um verschiedene Berufsfelder zu erkunden." Martina Gurcke freute sich sehr, dass Berufsberater Schüring die Werbetrommel für Ausbildung in Deutschland derart überzeugend bei den jungen Europäer rührte, "schließlich kommt es uns allen in Europa zugute, wenn junge Menschen über ihren Tellerrand blicken, sich mit anderen Kulturen und Lebensweisen auseinandersetzen und vielleicht sogar Berufserfahrung im Ausland sammeln." Junge Menschen, die in Lippe gerne einmal Auslandserfahrung schnuppern möchten, melden sich entweder bei Martina Gurcke von der Stadt Detmold unter E-Mail "m.gurcke@detmold.de" oder informieren sich im BiZ der Detmolder Arbeitsagentur über Leben und Arbeiten im Ausland.
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Europäische Jugendbegegnung
Junge Menschen informieren sich über Ausbildungschancen
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