1. Ein wenig Wehmut war dabei

    Sternwanderung als letzte Veranstaltung der Sängergruppe

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    Elbrinxen (afk). Der Frauenchor Elbrinxen dürfte in die Annalen der Sängergruppe Köterberg eingehen, denn am letzten Sonntag organisierte dieser Chor um seine Vorsitzende Christel von der Heide als Ziel der traditionellen Sternwanderung die vermutlich letzte größere Veranstaltung der Sängervereinigung, der jetzt noch neun Chöre aus Lügde, Rischenau, Elbrinxen, Wörderfeld, Bad Pyrmont und Kollerbeck angehören. Zum Jahresende ist die Auflösung beschlossene Sache

    Die erste Sternwanderung erfolgte, auf Anregung einiger Mitglieder der Gruppe, am 7. August 1983, auf den höchsten Berg des Lippischen Südostens, zum Köterberg. Von hier hatten die Wanderer einen tollen Blick bis hin zu ihren Dörfern. Man stellte aber auch fest, dass die Wanderstrecke von den einzelnen Ausgangspunkten bis zum Gipfel des Köterbergs kein Zuckerlecken war. Daher wurde angeregt, dass im darauffolgenden Jahr ein Mitgliedsverein der Sängergruppe die Ausrichtung übernehmen solle. So führte die nächste Wanderung unter großer Beteiligung der Chöre nach Elbrinxen zum Schießstand im Eichwald. Daraufhin wurde festgelegt, diese Wanderung in jedem Jahr am ersten Sonntag im August durchzuführen. Seither, war immer ein Mitgliedsverein bereit gewesen die Ausrichtung zu übernehmen, jetzt zuletzt der Frauenchor Elbrinxen. Häufigster Gastgeber dieser Sängergruppen-Veranstaltung war der MGV "Eintracht" Elbrinxen, der allein neun Mal einlud, zuletzt 2015. Da unterstützten die Damen vom Frauenchor die Männer - in diesem Jahr revanchierten sich die Sänger und halfen den Damen beim Aufbau der Pavillons und der Besetzung der Imbiss- und Getränkestände sowie des reichhaltigen Kuchenbüffets auf dem Schützenplatz. War es früher eine Ehrensache, die Strecken im Sinne des Wortes als Sternwanderung aus allen Himmelsrichtungen zu Fuß zurückzulegen, ist es seit Jahren dem zunehmenden Alter der Sängerinnen und Sänger geschuldet, dass bis auf einige wenige Unverzagte aus der Lügder Kernstadt die meisten die Strecke zum Ziel mit dem Auto fuhren oder wie Mitglieder des "canto allegro" mit Kind und Kegel per Rad absolvierten. In entspannter Atmosphäre bei sommerlichen Temperaturen genossen die Sangesfreunde einen angenehmen Tag im Kreise ihrer Gleichgesinnten. Die Vorsitzende des Frauenchores, Christel von der Heide, freute sich über die gelungene Organisation, sah aber natürlich auch, dass nicht alle Chöre in voller Sänger- bzw. Sängerinnenstärke gekommen waren. Aber die, die den Weg nicht gescheut hatten, durften es sich im Schatten von aufgestellten Zeltdächern an Biertisch-Garnituren gut gehen lassen. Natürlich wollten die Sänger zwischendurch immer wieder mal auch unter Beweis stellen, dass sie nicht nur zur Unterhaltung hier waren. Zwar spielte die Kontaktpflege außerhalb von Konzerten bei dieser Gelegenheit stets eine große Rolle, aber was sie alle bis heute verband, war di Liebe zum Gesang. Und auch den pflegte man ganz spontan mit Liedern, die aus dem Standard-Repertoire wohl aller Chöre stammen. Textsicher kam es zu Gesangseinlagen, die die immer wieder über den Köpfen kreisenden Weißstörche von der benachbarten Storchenstation ob der ungewohnten Geräuschkulisse neugierig zu machen schien. Es war zweifelsohne für alle Sängerinnen und Sänger der Sängergruppe Köterberg eine gute Gelegenheit sich noch einmal zwangslos zu treffen. Es schwang wohl bei den Älteren auch etwas Wehmut mit, denn zu einer Sternwanderung im Kreis der Sängergruppe Köterberg wird man sich in Zukunft jedenfalls nicht mehr zusammenkommen.

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