1. Baywatch im Elbrinxer Freibad

    DLRG Ortsgruppe feiert ihr Fest und liefert auch eine Show

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    Elbrinxen (afk). War es nun die Ferienzeit oder die unstete Witterung – beim Freibadfest der DLRG Ortsgruppe Elbrinxen hielt sich die Zahl der Teilnehmer diesmal etwas in Grenzen. Auch wenn es für die Organisatoren schon schade war, dass Kinder und Jugendliche nicht in dem erhofften Maß in die "Batze" strömten, denn diese alljährliche Veranstaltung wird von den Rettungsschwimmern stets mit viel Kreativität und Aufwand vorbereitet. "Mit einem Freibadfest können wir den Besuchern mit lustigen Spielen aber auch mit gestellten Rettungsaktionen die Aufgaben der DLRG-Ortsgruppe vor Augen führen und damit auch auf den hohen Stellenwert dieser Einrichtung nachhaltig aufmerksam machen", unterstreicht Christina von der Heide vom Vorstand der Elbrinxer DLRG die Bedeutung dieser Veranstaltung.

    Das gesamte Team hatte sich auch in diesem Jahr wieder für die Kinder und Jugendlichen einige originelle, feucht-nasse Spiele im Becken und auf der Wiese geplant, die für jede Menge Spaß sorgten. Aber auch die jungen Rettungsschwimmer selbst zeigten Ausschnitte aus ihrer Ausbildungsarbeit. Und die hat es in sich, denn immerhin geht es in dem ehrenamtlichen Job um die Rettung menschlichen Lebens. Bis die jungen Sportler allerdings ihre verantwortungsvollen Aufgaben an Seen oder am Meer wahrnehmen können, werden sie in Theorie und Praxis von erfahrenen Kräften geschult. Gleich zweimal wöchentlich treffen sich derzeit rund 30 Jugendliche im Elbrinxer Freibad, um sich fit zu machen. Ziel ist der Rettungsschwimmschein, der in der Folge dann auch alle zwei Jahre erneuert werden muss. Dieses gemeinsame Hobby im Dienste der Sicherheit der Bevölkerung schweißt natürlich zusammen. Und das spürt man dann auch an einen solchen Tag, wenn die Heranwachsenden mit viel Spaß ihr Können auf vielfältigste Weise demonstrieren. Die Elbrinxer DLRGler sind am Schieder-Stausee, am Stemmer-See in Vahrenholz und auch auf der Nordseeinsel Norderney im Einsatz. Dafür werden sie dann aber auch "belohnt": So kehrte gerade rechtzeitig zum Fest eine Gruppe vom Wasserskifahren aus Varenholz zurück. Im nächsten Jahr wird es einen Aufenthalt aller Jugendlichen auf Norderney geben. Die Rettungsschwimmer sind sich ihrer großen Verantwortung durchaus bewusst und engagieren sich auch in der Ausbildung ihrer potenziellen Nachfolger in den Kindergärten. Christina von der Heide: "Die Schwimmausbildung von Kindern liegt uns dabei am Herzen. Die vierzehn Plätze beim Anfängerschwimmen für Kinder ab sechs Jahren waren ohne Werbung im Nu vergeben." In zwölf Ausbildungsstunden wurde vielen die Scheu vor dem kühlen Nass genommen, und viele haben schon mit Stolz als erste Schwimmprüfung ihr "Seepferdchen" erworben. Ein bisschen Spektakel gehört natürlich zu einem solchen Freibadfest dazu. Und hier lassen sich die DLRGler in Elbrinxen immer wieder was Neues einfallen. Ein (aufblasbarer Plastik-) Hai war bereits mal in den Fluten des Freibades zu Gast, diesmal hatten die jungen Leute um Jugendwartin Kim Reitemeyer und Jugendsprecher Fynn Köster eine Szene einstudiert, wie sie auf der Welt mit Sicherheit häufiger in wärmeren Gegenden vorkommen wird – eine Modenschau. Aber die Models, die ihre Kreationen am Beckenrand vorführten, erwiesen sich nicht unbedingt als trittsicher, denn ein nach der anderen purzelte ins Wasser. Und natürlich stehen die Damen und Herren von "Baywatch" Elbrinxen sofort bereit, um die in Not geratenen Personen zu retten. Traditionell schließt das Freibadfest immer mit einem gemütlichen Beisammensein. Der Erlös wird für die Finanzierung einer dringend für die Ausbildung benötigten Rettungspuppe verwendet, die den Besuchern auch von Fynn Köster schon einmal vorgeführt wurde. Als Gast des Festes war auch der Vorsitzende des Fördervereins, Bertram Wegner gekommen. Der Verein hat es sich zu Aufgabe gemacht, das kleine, aber feine Freibad im Lügder Ortsteil zu unterstützen und den Erhalt zu sichern. Allerdings hat das nicht gerade freundliche Sommerwetter in diesem Jahr für Einnahmeverluste gesorgt. Aber die Mitglieder ihrerseits bringen sich kräftig zum Beispiel in den Kiosk-Betrieb mit ein. Das Bad hat mit dem neuen Dreimeter-Sprungturm aus Stahl weiter an Attraktivität gewonnen, meint Wegner, dessen Blick schon nach vorn gerichtet ist, denn direkt nach Abschluss der Freibadesaison (voraussichtlich am 15. September) muss man einer Leckage im Schwimmbecken mit aufwändigen Tiefbauarbeiten entgegenwirken.

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