1. Gut aufgelegtes Duo eröffnet Sommerbühne

    Am Wochenende wieder internationale Klänge auf dem Marktplatz

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    Detmold (hö). Mit coolen Beats und Mixes hat am Freitag die 28. Detmolder Sommerbühne begonnen. Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus mischte DJ POK und Irie Worryah sowie die Hiphoperin Ana Tijoux die Zuschauer auf.

    Typisch lippisch startete die Sommerbühne mit einem kleinen Schauer. Irie Worryah, ein Detmolder Jung, wusste um die Besonderheiten des hiesigen Wetters und animierte das Publikum mit den Worten: "Als ich Detmold noch kannte, tanzte man auch bei Regen!" Mit eingängigem Global Bass, einem Mix aus lateinamerikanischen und indischen Musikrichtungen sowie Drum and Bass, – quasi der modernen Variante der Weltmusik –, wärmten DJ POK und Irie Worryah die Zuschauer für den Auftritt von Ana Tijoux auf. Die als eine der bekanntesten weiblichen MCs geltende Chilenin hatte so ab 22 Uhr eine sehr gut gefüllte Tanzfläche vor sich. Tijoux mischt Jazz, Funk, Pop und Hiphop mit traditionellen Sounds aus ihrer Heimat. Mit Blasinstrumenten, Gitarre und Rasseln brachte sie auch die bis dahin zahlreich versammelten Detmolder in Bewegung. Sommerbühne, Teil 2 Colya Goh vom Kulturteam der Stadt Detmold zeigte sich zufrieden mit dem Auftakt. Auch für das zweiten Sommerbühnen-Wochenende verspricht er wieder viel Abwechslung: "Als wir vor rund einem halben Jahr mit der Organisation begannen, wollten wir wieder eine internationale Mischung für die Sommerbühne." Musik aus Syrien, Deutschland und Frankreich wird auf dem Detmolder Marktplatz erklingen. Den Auftakt bestreitet am Freitag, 12. August, ab 20.30 Uhr die syrische Band "Khebez Dawle" (zu Deutsch: "Das Brot meines Landes"). Die Indie-Post-Rocker vereinen in ihrer Musik westliche und arabische Einflüsse: Syrischer Folk spielt eine entscheidende Rolle, deutlich hört man aber auch Bands wie "Radiohead" oder "Pink Floyd" heraus. Ihre Songs erzählen die Geschichte der syrischen Jugend; es geht um Hoffnung, Aufstand, Krieg und Flucht. Auch die Musiker haben den weiten Weg von Damaskus über die Türkei, die griechische Insel Lesbos und den Balkan bis nach Berlin hinter sich. Überall entlang dieser Route spielten sie mit Hilfe der Menschen vor Ort und auf geliehenen Instrumenten Konzerte. Um 22 Uhr folgt mit "Bukahara" (Deutschland) eine Band mit vier Musikern von drei Kontinenten. Die Multi-Instrumentalisten werden als "Juwel in der deutschen Poplandschaft" beschrieben. Mit Stimmen und Songs, die eine geradezu magische Anziehungskraft erzeugen, gelinge ihnen ein Spagat zwischen ansteckender Leichtigkeit und enthusiastischer Hingabe. "Wenn wir spielen, dann wird getanzt", sagt Posaunist Max von Einem. Mit unprätentiösen Texten über Liebe, Sex, Politik, Gott und die Welt geht es am Samstag, 13. August weiter. Bei "Franqee" (Deutschland) erwartet das Publikum ab 20.30 Uhr deutschsprachiges Songwriting gepaart mit hartem, erdigem Funk und dreckigem Soul. Zum Abschluss der Sommerbühne erklingen ab 22 Uhr Songs von Nina Attal (Frankreich), der unumstrittenen Königin des französischen Rhythm & Blues. Schon im Alter von 16 Jahren galt Attal als vielversprechende Stimme, heute ist sie ein funkelnder Stern am Soul-Himmel. Die temperamentvolle Pariserin mixt in ihrer Musik Pop, Blues, Funk und Jazz. Ihre Kompositionen überzeugen mit coolen Grooves, süßen Rhodes-Sounds, peitschenden Basslinien, eingängigen Riffs und druckvollen Bläser-Sections.

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