Bad Salzuflen. Der Abiturjahrgang 1956 traf sich, wie in jedem Jahr seit dem Abitur, so auch in diesem außerordentlichen Jubiläumsjahr, diesmal in Magdeburg. Zwei Jubiläen galt es zu feiern. Einmal das 60-jährige Abitur und zum anderen das 35.Treffen zusammen mit den Damen. Der ehemalige Klassensprecher, Prof. Dr. Hinrich Husemann hatte, zusammen mit seiner Frau Christine, dieses Mal die Organisation übernommen und nach Magdeburg eingeladen. Nach Gedenken an die bisher acht verstorbenen Klassenkameraden, standen Stadt- und Dombesichtigung, Schiffsfahrt auf der Elbe und natürlich das fröhliche Beisammensein, gespickt mit den vielen, unvergessenen Geschichten aus vergangenen Schülertagen, die die verständnisvollen Damen jedes Jahr aufs Neue geduldig und liebevoll ertragen, auf dem Programm. Angeregt durch die zahlreichen Presseberichte über bestandene Abiturprüfungen, war natürlich ein Vergleich zum heutigen Abitur, das nahezu inflationäre Tendenzen gegenüber damals aufzeigt, ein interessantes und aktuelles Thema. Allein die Vielzahl der Absolventen und die herausragenden Ergebnisse, stehen im krassen Widerspruch zu damals. Die Oberprima 56 ging schließlich aus insgesamt 90 Schülern, die nach Aufnahmeprüfung in 2 Sexten starteten, hervor. Nach dem "Einjährigen" mit Abschluss der Untersekunda und mit bis dahin nicht unerheblichen "Verlusten", erreichten nach Klassenzusammenlegung nur 14 derjenigen, die damals in den zwei getrennten Klassen begonnen hatten, das Ziel. Die restlichen acht kamen aus Vlotho, wo es keine Oberstufe gab, oder als "Wiederholungstäter" oder durch Zuzug hinzu. Auch der Leistungsvergleich ist erwähnenswert, ohne bei den "Ehemaligen" zu Minderwertigkeitskomplexen zu führen. Heute haben nach den Presseveröffentlichungen in der Regel 20 bis 30 Prozent eine 1 vor dem Komma, 1956 gab es für den Klassenprimus eine 2,3. Abwählen von Fächern, nur Konzentration auf Gewünschtes, das gab es nicht. Die Abiturprüfung bestand aus schriftlichen Arbeiten in Deutsch, Latein, Mathematik und Physik, ohne spätere Bekanntgabe des Ergebnisses sowie einer mündliche Prüfung in zwei Fächern, ohne vorher zu wissen, in welchem der zehn Fächer man geprüft wurde. Aber was haben wir gelernt: Tempora mutantur, nos et mutamur in illis (Die Zeiten verändern sich und wir verändern uns in ihnen.) Die Oberprima 56 jedenfalls wünscht sich ein fröhliches Wiedersehen im kommenden Jahr.
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Der Strom der Zeit fließt unerbittlich
Abiturjahrgang 1956 des "Jungengymnasiums" traf sich in Magdeburg
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