Kreis Lippe. Der Grundstücksmarkt im Regierungsbezirk Detmold ist im Berichtsjahr 2015 von einem Kauffallrückgang geprägt. Jedoch ist der Geldumsatz in einigen Teilmärkten dabei gestiegen. Von den Gutachterausschüssen im Bezirk wurden insgesamt 15.822 (11 Prozent) Kaufverträge über bebaute und unbebaute Grundstücke mit einem Geldumsatz von 2,82 Milliarden Euro ( 6 Prozent) und einem Flächenumsatz von 30,7 km² (12 Prozent) mitgeteilt. Es sind 6 Prozent weniger Ein und Zweifamilienhäuser mit einem Geldumsatz von 1,03 Mrd. Euro (5 Prozent) veräußert worden. Die Nachfrage nach Wohnungseigentum hat im Berichtsjahr etwas nachgelassen (12 Prozent). Es sind bezirksweit 4.619 Kaufverträge über Eigentumswohnungen geschlossen worden, der Geldumsatz sank um 3 Prozent. Auch nahm die Zahl verkaufter Gewerbeobjekte um 21 Prozent ab. Das Interesse an Mehrfamilienhäusern ist ebenfalls gesunken ( 21 Prozent). Im Teilmarkt der unbebauten Baugrundstücke ist ebenfalls ein Rückgang zu beobachten. Dort haben im Vergleich zum Vorjahr 16 Prozent weniger Ein und Zweifamilienhausbaugrundstücke mit einem Geldumsatz von 168 Mio. Euro ( 15 Prozent) den Besitzer gewechselt. Das Interesse an Baugrundstücken für Gewerbe und Industrie hat um 28 Prozent abgenommen. Bei den Verkäufen von landwirtschaftlichen Flächen gab es eine leichte Steigerung (+ 1 Prozent). Die Preise im Regierungsbezirk Detmold nahmen stetig zu. Eigentumswohnungen wurden im Mittel um 5 Prozent teurer. Für Ein und Zweifamilienhäuser mussten im Regierungsbezirk Detmold durchschnittlich 6 Prozent mehr bezahlt werden. Die Marktpreise von unbebauten Baugrundstücken für Ein und Zweifamilienhäuser stiegen gegenüber dem Vorjahr um weitere 3 Prozent an. Spitzenreiter bei den Baulandpreisen in mittleren Wohnlagen sind Paderborn und Bielefeld mit 245 Euro/m² bzw. 240 Euro/m². Gefolgt von Gütersloh mit 215 Euro/m², Delbrück und Verl mit 210 Euro/m². Deutlich günstiger ist die Situation in einigen ländlichen Gebieten. So liegt der Preis für den Quadratmeter Bauland in mittleren Wohnlagen beispielsweise in Borgentreich und Willebadessen bei 36 Euro/m² sowie in Marienmünster bei 30 Euro/m². Die Preise für Eigentumswohnungen sind in Bad Salzuflen am höchsten. Der Quadratmeter Wohnfläche kostet hier in mittlerer Lage 2.721 Euro/m². Kurz darauf folgen Gütersloh und Steinhagen mit 2.520 Euro/m² und an vierter Stelle steht Bielefeld mit 2.500 Euro/m². Dagegen kostet eine Eigentumswohnung in Bünde 2.151 Euro/m² und in Preußisch Oldendorf 1.840 Euro/m². Erstbezugsfertige Reihenendhäuser oder Doppelhaushälften in Minden kosten mit 266.000 Euro deutlich weniger als in Gütersloh mit 337.000 Euro oder Hövelhof mit 355.000 Euro. Diese und andere Daten sind dem Grundstücksmarktbericht NRW 2016 zu entnehmen, den der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte heute vorgelegt hat.
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Sinkende Nachfrage
Preise dennoch gestiegen
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