1. Hannover 96 startet in das Aufstiegsrennen

    Die Roten spielen morgen gegen den 1. FC Kaiserslautern / 96er müssen zukünftig in der Favoritenrolle spielen können

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    HANNOVER (bb). Die Zielsetzung hat 96-Präsident Martin Kind klar formuliert. Die katastrophale Vorsaison soll umgehend korrigiert und der direkte Wiederaufstieg erreicht werden. Trainer Daniel Stendel steht so mit seiner neuformierten Mannschaft vor einer gewaltigen Aufgabe. Am kommenden Freitag, dem 5. August, können die "Roten" die erste Hürde auf dem Weg zurück in die 1. Bundesliga nehmen. Es geht auswärts gegen den 1. FC Kaiserslautern.

    Um 20.30 Uhr soll das Duell der beiden Traditionsvereine angepfiffen werden. Mit den Pfälzern geht es gleich gegen einen Verein, der den 96ern als warnendes Beispiel dienen könnte. Für den einst ruhmreichen Club kann es im Bewusstsein seiner Anhänger nur einen angemessenen Platz geben, nämlich die 1. Bundesliga. Dem angestrebten Wiederaufstieg rennen die "Roten Teufel" jedoch seit mittlerweile drei Jahren hinterher, seit etwa einem Jahrzehnt können sie nicht mehr zu den etablierten Erstliga-Clubs gerechnet werden. Dies macht deutlich, wie wichtig der direkte Wiederaufstieg für Hannover 96 wäre. Mit Daniel Stendel setzt Hannover damit auf einen Trainer, dem es in der Endphase der Abstiegsserie gelang, der abgeschlagenen Mannschaft wieder Leben einzuhauchen. Vor kurzem erhielt Stendel kräftigen Nachschlag für seine Offensivabteilung. Mit Niclas Füllkrug kommt ein junger Spieler mit Wurzeln in der Region, der seine Torgefährlichkeit in der 2. Liga in Nürnberg unter Beweis gestellt hat. Überraschend kam die Verpflichtung von Martin Harnik hinzu. Harnik wusste als sprintstarker Offensivakteur in Stuttgarts Erstliga-Kader über eine lange Phase zu überzeugen. Diese Auffrischung in vorderster Linie war allerdings nötig, um die hochgesteckten Ziele zu erreichen. 96 wird in der 2. Liga von fast jedem Gegner als Favorit angegangen werden. So wird das Team oft auf Mannschaften treffen, die aus einer gut organisierten, defensiven Grundeinstellung auf Konter lauern. Die "Roten" werden die Spiele gestalten müssen und Lösungen gegen tiefstehende Gegner finden. "Aggressiv sein, mutig sein, nach vorn spielen", so umschreibt Stendel die von ihm bevorzugte Gangart. Die soll nun gegen Kaiserslautern schon zum Erfolg führen. Viel Zeit, sich in die Favoritenrolle und die spezielle Spielweise in der Liga hineinzufinden haben die 96er nicht. Im Aufstiegskampf bedeutet schon jedes Unentschieden einen Rückschlag.

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