Lemgo (nr). Der Innovation Campus wächst – auch strukturell. Das Potenzial des Technologie- und Bildungscampus ist auch an eine sich parallel entwickelnde Verkehrs- und Städteplanung gebunden. Bereits jetzt fallen durch Aus- und Umbaumaßnahmen im Quartier 240 Stellplätze weg. Ein drittes Parkhaus in Lemgo, diesmal auf dem Campus, ist in greifbarer Nähe. Jetzt werden Kreis Lippe und Präsidium der Hochschule OWL über die Umsetzung des Millionenprojektes beraten. Die Stadt wartet auf die Entscheidungen vom Kreis Lippe und von der Hochschule. Sollten auch sie für das Projekt stimmen, könnte im Frühjahr 2017 der Baubeginn erfolgen.
Dort, wo sich zur Zeit noch ein einfacher Parkplatz hinter der Lipperlandhalle befindet, soll ein Parkhaus mit sechs Ebenen, rund 400 Plätzen und einer Erweiterungsmöglichkeit von rund 160 Plätzen entstehen. Die Bauart soll in etwa dem Parkhaus am Klinikum entsprechen und nicht höher als die Lipperlandhalle werden. Die Baukosten werden – nach ersten Schätzungen – zur Zeit mit 4,5 bis 5 Millionen Euro angegeben. Die Baukosten teilen sich der Kreis Lippe, die Stadt Lemgo und die Hochschule OWL zu jeweils einem Drittel. Bauherr und Betreiber des Parkhauses werden die Stadtwerke Lemgo sein, die auch den finanziellen Anteil der Stadt in Form einer Gesellschaftereinlage erhalten. Die Betriebskosten werden sich nach Schätzungen der Stadtwerke auf etwa 100.000 Euro pro Jahr belaufen. Darunter würden Beleuchtung, Reinigung, Winterdienst und eventuell Videoüberwachung fallen. Derzeit sei noch keine Bewirtschaftung des Parkhauses mit Schrankenanlage und Kassenautomat geplant. Die Nutzer der unterschiedlichen Bildungseinrichtungen sollen auch weiterhin kostenfreie Parkmöglichkeiten finden. Zum einen würden zehn Anlagen mit je einem Investitionsvolumen von 100.000 Euro benötigt, zum anderen würde sich mit großer Wahrscheinlichkeit der Parkdruck in den angrenzenden Wohngebieten erhöhen. Für die Zukunft könnte allerdings eine Teilbewirtschaftung unter anderem für bevorzugte Parkplätze angedacht werden. Sollte die Hochschule spätestens im Herbst das Projekt bejahen, würde der Baubeginn mit aller Wahrscheinlichkeit auf das Frühjahr 2017 gelegt werden. Die reine Bauzeit wird mit knapp sechs Monaten angegeben. Während der eigentlichen Bauphase würden allerdings zunächst einmal weitere 110 Parkplätze entfallen.
