Horn-Bad Meinberg. Gospelkonzerte stehen hoch im Kurs. Spirituals und Gospels sind eng mit der Geschichte der Sklaverei und Rassendiskriminierung des amerikanischen Südens verbunden. Sie erzählen vom Leben geschlagener und sehnsuchtsvoller Menschen, von ihrem Glauben und ihrer Hoffnung und sind rhythmisch von der Tradition Afrikas beeinflusst. Am Mittwoch, 10. August, ab 15.30 Uhr lädt die evangelische Kurseelsorge zu einer bewegenden musikalischen und historischen Zeitreise mit Christina Wißmann (Gesang und Klavier) und Arnold Pöhlker (politisch-historische Präsentation) ins Bad Meinberger Kurgastzentrum ein. Über Jahrhunderte wurden die Schwarzen von Westafrika nach Amerika verschleppt und dort wie Eigentum von ihren Sklavenhaltern behandelt. Die Musik gab ihnen Hoffnung und Kraft, die scheinbare Aussichtslosigkeit ihrer Situation zu ertragen. Manche Lieder enthielten neben der Doppeldeutigkeit der Texte auch versteckte Codes, um eine Flucht in den sklavenfreien Norden zu organisieren. Mit dem Ende des Bürgerkrieges wurde die Sklaverei verboten. Aber die Afroamerikaner waren nicht frei: Es folgten 100 Jahre Rassentrennung (bis 1963) und danach Rassendiskriminierung. Bis heute ist der Protestsong und Leitgedanke der Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King "We Shall Overcome" ("Wir werden es überwinden") aktuell.
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Musik voller Glaube und Hoffnung
Vortrag der evangelischen Kurseelsorge
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