Oerlinghausen-Helpup (kd). Die marode Turnhalle am Kopphof in Helpup soll durch einen Neubau ersetzt werden. Über den Standort gibt es unterschiedliche Vorstellungen. "Darüber kann man ja streiten. Dass aber der Bürger vorher nicht unterrichtet wird, ist meines Erachtens nicht in Ordnung", findet Heinz-Adolf Bokel und er weiß sich darin mit vielen Helpupern einig. Es sei bereits durchgedrungen, dass die neue Halle neben der Grundschule errichtet werden soll, teilte Bokel mit. "Eine konkrete Auskunft seitens der Stadt war bisher nicht zu bekommen, da angeblich noch Gespräche geführt werden müssen." Nicht nur er habe erhebliche Bedenken gegen den Standort auf dem Schulgelände. Bokel: "Das parkähnliche Gelände um Schule und Kirche, das dorfbildprägend für die Helpuper Ortsmitte ist, würde erheblich negativ gestaltet." Viel besser sei die Errichtung an der jetzigen Stelle mit der unmittelbaren Nachbarschaft zum Hallenbad. Das bedeute zwar die Einschränkung des Turnbetriebes für ein bis zwei Jahre, sei aber als vorübergehende Erscheinung vertretbar. Die Reaktionen hätten gezeigt, dass noch erheblicher Aufklärungs- und Diskussionsbedarf besteht. "Bevor die Bevölkerung vor vollendete Tatsachen gestellt wird, sollte sie offiziell angehört werden", schrieb Bokel an die Ratsfraktionen und den Bürgermeister. In seiner Antwort teilte Bürgermeister Dirk Becker mit, "dass im Mai der Bauausschuss einen Architekten mit der Planung beauftragt hat. Nach Fertigstellung eines konkreten Planungsentwurfs wird die weitere Beratung –wie üblich selbstverständlich öffentlich in den Gremien stattfinden und die üblichen baulichen Beteiligungsverfahren finden statt. Das ist ohne konkreten Plan wohl nur schwer möglich." Im übrigen sei der Standort von der TuS Helpup vorgeschlagen worden. Becker teile die Idee. "Soweit die konkreten Pläne vorliegen, wird sich manche Sorge entkräften und die gestalterischen Ideen sicherlich überzeugende Argumente für diesen Standort als gestärkten Ortsmittelpunkt liefern." Bokel zeigte sich mit dieser Auskunft wenig zufrieden und antwortete: "Wenn im Mai bereits ein Architekt mit einer Planung beauftragt wurde, bedeutet das, dass die Standortfrage seitens der Stadt, wer auch immer das sein mag, bereits entschieden ist, denn ein Planentwurf ohne Kenntnis des zu bebauenden Grundstücks ist schlechthin nicht möglich beziehungsweise wenig sinnvoll."
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Bürger vermissen Informationen
In Helpup regen sich Bedenken gegen geplanten Standort der neuen Turnhalle
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