BOKELOH (tau). Die Meldung, nach der eine Weiterbeschäftigung vieler Mitarbeiter des Werks Sigmundshall auf der Kippe stehe, hat auch große Besorgnis beim Ortsbürgermeister Mesmerodes, Ulrich Troschke (SPD), ausgelöst. Er fordert das Unternehmen Kali und Salz auf, für die Beschäftigten Sicherheit zu schaffen und alternative Lösungen aufzuzeigen.
Der bergmännische Betrieb in Bokeloh wird in den nächsten Jahren eingestellt. Mindestens die Hälfte der 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten in einem anderen Bergwerk des Konzerns beschäftigt werden. Dies ist nun offenbar gefährdet. "Ein Sozialplan für die Bokeloher Kumpel darf nur die letzte Möglichkeit sein", fordert Troschke. Den Beschäftigten müsse vielmehr ein Angebot gemacht werden. Kali und Salz als Großkonzern dürfe sich jetzt nicht aus seiner Verantwortung stehlen, so der Kommunalpolitiker weiter. Der Vorsitzende der Wunstorfer SPD, Bernd Maschke, sieht in der Bokeloher Entwicklung sogar ein Signal, mit dem Ausbau des Gewerbegebietes Wunstorf-Süd jetzt zügig fortzufahren. "Wir sind in Wunstorf nicht nur auf die künftigen Steuereinnahmen angewiesen, um unsere Aufgaben weiter erledigen zu können. Die Entwicklung bei K+S belegt, dass dringend neue industrielle Arbeitsplätze in Wunstorf benötigt werden", so Maschke.