Detmold (nr). Ein strammes Programm liegt hinter ihnen. Eine Woche lang haben 50 junge und talentierte Musiker im Alter von 14 bis 22 Jahren an der schon traditionellen Sommerakademie der Hochschule für Musik teilgenommen. Die Abschlusskonzerte am vergangenen Wochenende zeigten hochmotivierte junge Musiker, die durch die intensive Arbeit mit hervorragenden Dozenten ihr schon wunderbares Spiel noch verfeinern konnten.
Wenn man bedenkt, dass das Programm zu den Abschlusskonzerten erst wenige Tage vor dem Auftritt steht und sich die jungen Nachwuchsmusiker zwar intensiv, aber nicht sehr lange darauf vorbereiten können, ist es umso erstaunlicher, was die 50 Teilnehmer mit Dozenten und Korrepetitoren oder auch solistisch auf die Beine zu stellen vermögen. Ob das Konzert für Oboe von Joseph Haydn, das Helena Schulze gemeinsam mit der Korrepetitorin Ah-Ruem Ahn akzentuiert zum Klingen brachte oder aber "Pjesma" von Emil Cossetto, gespielt von Kilian Kiemer, Neele Sophie Hülser, Benjamin Joost-Meyer zu Bakum und Thomas Yunfan Ziller – es waren schön erarbeitete Stücke voller Temperament oder Sanftheit. Dabei haben es die jungen Talente hervorragend verstanden, ihren Instrumenten klanglich den passenden Rahmen zu geben. Großartige Klarheit bei den Blechbläsern, mit Tuba, Horn,Trompete und Posaune; sanfte, verspielte und schön akzentuierte Klänge bei den Holzbläsern mit Querflöte, Klarinette, Fagott und Oboe. Die Anerkennung und Begeisterung vom Publikum war ihnen sicher. Außergewöhnlich war auch das Konzert der Organisten, die dieses Jahr einen wunderbaren Kontrast mit zwei sehr unterschiedlichen Orgelwerken setzten. Mit der "Sonntagsmusik" von Petr Eben spielten sie zwischen fragiler Disharmonie und entfesselter Kraft bei der "Toccata" von Théodore Dubois. Ein klangvoller und wunderbarer Abschluss der diesjährigen Sommerakademie.
