Detmold. Vier Jahre hat Yecenia Armenta in Mexiko in Haft gesessen. Wie die Detmolder Gruppe von Amnesty international (ai) mitteilt, hatte man die Frau zu Unrecht für einen Mord verurteilt. Anfang Juni hat ein Richter sie nun für unschuldig erklärt und aus der Haft entlassen. Während ihrer Haftzeit wurde die Mexikanerin nach Angaben von Amnesty von Polizisten gefoltert, vergewaltigt und zu einem falschen Geständnis gezwungen. Dementsprechend ist auch in der Detmolder ai-Gruppe die Freude über die Freilassung groß. Seit vielen Jahren setzt sich die Gruppe gegen Folter und für politische und zu Unrecht verurteilte Gefangene ein. Die Mitglieder sammeln Unterschriften, organisieren Veranstaltungen und informieren regelmäßig an Ständen in der Detmolder Fußgängerzone über ihre Arbeit. "Manchmal braucht man einen langen Atem, aber die kleinen und größeren Erfolge motivieren uns zum Weitermachen", sagt Gruppensprecherin Bettina Rinke. "Die Welt ist nicht besser geworden und unsere Arbeit nimmt kein Ende. Aber wir sind hartnäckig und bleiben am Ball," ergänzt sie.
Die Gruppe sucht neue Mitstreiter, die sie bei ihrer Arbeit tatkräftig unterstützen. "Dabei bleibt natürlich jedem selbst überlassen, wie viel Zeit er ehrenamtlich investieren möchte", teilt die Gruppe mit. Sie trifft sich alle 14 Tage mittwochs (jede ungerade Kalenderwoche) um 19.30 Uhr in der AWO-Begegnungsstätte an der Elisabethstraße 45. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich vor Ort zu informieren. Das nächste Treffen findet am Mittwoch, 17. August statt. Weitere Termine stehen auf "www.amnesty-detmold-1602.de".