Detmold (ab). Werfen, Schlagen, Rennen, Fangen – Klingt einfach, kann aber auch recht kompliziert werden. Nämlich wenn es um Baseball geht. Beim diesjährigen Trainingscamp im Rahmen der Ferienspiele haben 130 Detmolder Jugendliche den amerikanischen Volkssport Nummer 1 genauer kennengelernt. Und sie hatten dabei jede Mende Spaß!
Veranstaltet wurde das 8. Baseballcamp wieder von der Evangelischen Freien Gemeinde (EFG) Detmold-Nord. Der Clou dabei: Das Training der Teilnehmer wird von Coaches aus den USA. Die 26 Trainer und einige Jugendliche kommen von der "First Baptist Church" in Pharr (Texas), einer Partnergemeinde der EFG. Während der Camp-Woche wohnten sie in Gastfamilien. Logistisch sei das ein ordentlicher Aufwand, aber schließlich lohne sich das auch sehr, betonte Campleiter Didi Oborowski von EFG. Neben Baseball spielen hatten die deutschen Teilnehmer Gelegenheit, auch ihr Schulenglisch zu trainieren und aufzufrischen. Täglich wurden die Techniken und Bewegungsabläufe beim Schlagen und Werfen trainiert, Regeln gelernt, und zum Abschluss fanden Spiele statt. Auch der christliche Glaube spielte in der Campwoche eine wesentliche Rolle. Zeit dafür war in Gesprächen während der "Team-Time" und bei vier Abendveranstaltungen im Gemeindehaus an der AHF. Die Grundlagen des Baseballspiels seien leicht zu erlernen, meinte Chef-Coach Ryan Wychopen. Zudem vereinfache man das Spiel für die Deutschen. Tatsächlich sei Baseball allerdings ein sehr komplexes Spiel mit Regeln, die je nach Spielsituation viele Ausnahmen bereithalten. "In acht Jahren haben wir es nicht geschafft, alle Regeln zu vermitteln", sagte Ryan. Er selbst ist bereits zum vierten Mal in Detmold dabei. Der heute 31-Jährige hat mit vier Jahren angefangen, Baseball zu spielen. Morgens trainierten die sechs Teams der 8- bis 13-Jährigen und nachmittags waren die vier Teams der 14- bis 19-Jährigen dran. Einige Teilnehmer haben schon öfter beim Baseballcamp mitgemacht, in diesem Jahr seien aber auch viele Neue dabei. So habe man einen guten Mix aus "üblichen Verdächtigen" und neuen Spielern. Das Interesse sei deutlich größer, aber mehr als 130 Teilnehmer könne man nicht aufnehmen, erklärte Didi Oborowski. Erfreulich sei zudem, dass so viele Mädchen dabei gewesen sind. Eine von ihnen ist Angelina. "Mir macht es großen Spaß", sagte die 14-Jährige, nachdem sie gerade den Ball mit ihrem Schläger weit übers Feld geschlagen hat. Sie würde auch gerne nach dem Camp weiter Baseball spielen.
