1. Kooperation in Medizin vertieft

    Mehr als 30 Krankenhauschefs aus China zu Gast

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    Kreis Lippe/Detmold. Die seit Jahren bestehende erfolgreiche Kooperation zwischen dem Klinikum Lippe und dem Internationalen Notfallmedizin-Verwaltungsrat in China hat sich weiter vertieft: Mehr als 30 Krankenhauschefs aus über zehn chinesischen Provinzen waren kürzlich zu Gast in Detmold, um sich über das deutsche Gesundheitssystem und das Krankenhausmanagement am Klinikum Lippe zu informieren. Das Klinikum Lippe ist eine von zwei Kliniken, die sich die chinesische Delegation in Deutschland anschaute. Dr. Helmut Middeke, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Lippe, begrüßte die Gäste aus Fernost im Medicum: "Bei ihrem Besuch in China haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Hermann Gröhe gerade erst betont, dass die deutsch-chinesische Zusammenarbeit in der Medizin verstärkt werden soll. Hier am Klinikum Lippe wird das schon seit einigen Jahren gelebt." Viermal im Jahr hospitieren sechs Mediziner aus China für einen Zeitraum von drei Monaten am Klinikum Lippe, in den operativen Fächern Urologie, Allgemeinchirurgie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie und Gefäßchirurgie. Dr. Alfons Gunnemann, Chefarzt der Urologie, arbeitet gerne mit den chinesischen Hospitanten zusammen: "Die sind unheimlich ehrgeizig und haben eine hohe Fingerfertigkeit." Er selbst ist bereits Einladungen in die Zentralprovinz Wuhan gefolgt. Umso mehr kann Gunnemann nachvollziehen, wie sehr die chinesischen Klinikgeschäftsführer sich über die Besonderheiten des deutschen Gesundheitssystems wunderten, das Dr. Middeke ihnen in einem anschaulichen Vortrag näher brachte. Dass das Klinikum Lippe mit 1.200 Betten für deutsche Verhältnisse sehr groß ist, wunderte die Gäste. Denn in China sind Kliniken mit 10.000 Betten und mehr keine Seltenheit. Und als Dr. Middeke erwähnte, dass es in Deutschland über 300 Krankenhäuser mit nur maximal 49 Betten gibt, mussten Deutsche und Chinesen gleichermaßen darüber schmunzeln, wie unterschiedliche die Dimensionen sind. Die Finanzierung des Gesundheitssystems über eine Pflichtversicherung war für die Chinesen ebenfalls Neuland, genauso wie die hierzulande strikte Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Nicht zuletzt interessierten sie sich für die Bezahlung der Ärzte und die Kosten eines Krankenhausaufenthaltes. Chen Ran, Direktorin des Internationalen Notfallmedizin-Verwaltungsrates in China, bedankte sich für die hilfreichen Informationen und Eindrücke und zeigte sich überzeugt: "Die Kooperation zwischen Lippe und China ist schon gut ausgebaut. Unser Besuch hier ist ein Zeichen unserer immer engeren Freundschaft."

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