Kreis Lippe/Berlin. Auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Cajus Caesar erhielten 50 ehrenamtlich engagierte Lipper einen Einblick in den politischen Alltag in der Bundeshauptstadt. Im Rahmen einer dreitägigen Bildungsfahrt besuchte die Gruppe den Bundestag, die Bundeszentrale für politische Bildung, das Stasi-Museum und die Dauerausstellung "Alltag in der DDR". Darüber hinaus stand eine Diskussionsrunde mit dem heimischen Abgeordneten auf dem Programm. Neben dem Besuch der Dauerausstellung "Alltag in der DDR", hinterließ die Führung in der ehemaligen Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit, welche bis 1989 Dienstsitz des Ministers Erich Mielkes war, einen nachhaltigen Eindruck. Mit verschiedenen Ausstellungen wurden die Besucher über die Bespitzelung und Überwachung der DDR-Bevölkerung durch die Geheimpolizei informiert. So wurden ohne jegliche parlamentarische und gerichtliche Kontrolle Menschen verhaftet und teils unter Folter zu Geständnissen gezwungen. In der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) lauschten die Teilnehmer einem spannenden Vortrag über die verschiedenen Aufgaben und Arbeitsfelder der bpb. Dabei wurde betont, dass kein anderes Land so viel Geld in die politische Bildung investiert, wie Deutschland. Mit rund 40 Millionen Euro jährlich fördert der Bund politische Bildungsprozesse durch Publikationen, Internet- oder Medienauftritte. In der anschließenden Diskussion mit Cajus Caesar erhielten seine Gäste einen umfangreichen Einblick in die Arbeit eines Bundestagabgeordneten: " Als Mitglied im Haushaltsausschuss versuche ich für meinen Wahlkreis "das Beste" rauszuholen. Durch meinen Einsatz konnten zahlreiche Projekte in Lippe gefördert werden. So erhält die Hochschule OWL rund 10 Millionen Euro für laufende Forschungsprojekte, das Projekt "Zukunft Lüdenhausen" 75.000 Euro für unterschiedlicher Ansätze zur Förderung der sozialen Dorfentwicklung und die historische Falkenburg 83.000 Euro für ihre weitere Freilegung und Sanierung. Auch die vielen Gespräche in den vergangenen Monaten haben sich wieder gelohnt. So beschloss der Haushaltsausschuss in der vergangenen Woche, dass unter anderem der Landesverband Lippe bei der Sanierung seiner Landesbibliothek sowie die Lippische Landeseisenbahn bei der Aufarbeitung und Instandsetzung der Dampflok "Lipperland" mit jeweils 170.000 Euro Bundesmittel aus dem Denkmalschutzsonderprogramm gefördert werden. Im Vorfeld habe ich die Projekte besichtigt und mir einen Überblick über die bevorstehende Arbeit verschafft. Denkmäler wie diese, prägen das kulturelle Bild Lippes. Aber nicht nur der Denkmalschutz profitiert durch Bundesmittel. So stellt der Bund 30 Millionen Euro zusätzlich für den ländlichen Raum zur Verfügung und setzt damit ein klares Zeichen zur ländlichen Entwicklung, um diese Regionen fit für die Zukunft und lebenswert für die Menschen zu gestalten. Unter dem von mir durchgesetzten neuen Titel Vorbeugender Hochwasserschutz, investiert der Bund 100 Millionen Euro, um die Gefahren einer möglichen Hochwasserwelle zu verringern. So wurden eine Vielzahl von überregionalen Projekten zur Deichrückverlegung und gesteuerten Hochwasser-Rückhaltung gefördert. Auch das geplante Rückhaltebecken in Bad Salzuflen-Schötmar wird von den Bundesmittel profitieren." Dieter Podewils, Behindertenbeauftragter des Kreises Lippe, nutzte die Gelegenheit, sich bei Caesar für sein Engagement und seinen jahrzehntelangen Einsatz für das Ehrenamt zu bedanken: "Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier in Lippe einen so aktiven Ansprechpartner auf Bundesebene für unsere Anliegen haben. Nicht nur, dass Sie uns bei der Fülle Ihres Terminkalenders regelmäßig vor Ort besuchen, auch nehmen Sie unsere Sorgen ernst und haben für jedes Problem eine Lösung. Dafür sagen wie Danke!" Für Cajus Caesar ist es definitv die letzte Legislaturperiode als Bundestagsabgeordneter. Aus "Altergründen" steht er bei der nächsten Wahl nicht mehr zur Verfügung.
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Einblicke ins politische Berlin
50 ehrenamtlich engagierte Lipper folgten einer Einladung
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