1. Im Westen was Neues

    Land fördert altengerechte Quartiersarbeit in Schötmar

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    Bad Salzuflen (go). "Nur wenn es uns gelingt, die Quartiere so zu gestalten, dass ältere und hochaltrige Menschen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in ihrem gewohnten und selbst gewählten Lebensumfeld führen können, werden wir die Herausforderungen des demographischen Wandels in unseren Städten und Gemeinden meistern", ist Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, überzeugt. Daher fördert das Land NRW die Kommunen bei der Entwicklung altengerechter Quartiere. Der Kreis Lippe nimmt gemeinsam mit der Stadt Bad Salzuflen in Kooperation mit dem Netzwerk für Menschen mit Behinderung und Senior-/innen (NBS) mit dem Quartier Schötmar-West an diesem Modellprojekt teil. Als Quartiersentwicklerin Schötmar-West ist nun Beate Duzella an den Start gegangen. Sie arbeitet beim Kreis Lippe und bringt Erfahrung aus der Pflegeberatung mit. In Schötmar hat sie ein Büro im Kiliansweg 7–9. Hier gibt sie mittwochs in der Zeit von 14 bis 16 Uhr auch eine Sprechstunde rund um die Quartiersentwicklung.

    Das Quartier Schötmar-West teilt sich auf in die vier Unterquartiere Platanenstraße, Mühlenweg, Otto-Hahn-Straße und Kattenbrink. Auf Beate Duzella kommen vielfältige, verantwortungsvolle Aufgaben in den nächsten drei Jahren zu, so etwas die Durchführung von Informationsveranstaltungen und Quartiersforen, die Stärkung und Initiierung sozialer Netze, Begleitung bürgerschaftlichen Engagements und vor allem die Entwicklung eines Quartierskonzepts. Hierfür ist aber erst einmal erforderlich, sein Quartier kennenzulernen und die Bewohner und ihre Wünsche in den Blick zu nehmen. Daher steht am Anfang ihrer Quartiersarbeit sehr viel Erhebungs- und Analysearbeit. Bürgerbefragungen sollen durchgeführt werden, um herauszufinden, welche Defizite im Quartier bestehen und was schon als ganz gut von den Bewohnern erachtet wird. "Etwaigen Ärztemangel werde ich wohl nicht beheben können, aber kleinere Dinge möchte ich auf jeden Fall auf den Weg bringen", sagt Beate Duzella. Es sei wichtig, den Quartiersbewohnern nicht von oben etwas aufzuoktroyieren, sondern konkret auf ihre Bedürfnisse einzugehen, lobte Landrat Dr. Axel Lehmann die Vorgehensweise. Dabei werde stark auf Netzwerkarbeit gesetzt. "Über bereits bestehende Angebote für Senioren in dem Quartier walzen wir nicht hinweg, sondern freuen uns, dass es sie gibt. Meine Aufgabe ist es, diese Angebote für alle transparent zu machen", so Beate Duzella. Bisher hat sie außer dem NBS schon die AWO, Caritas-Konferenz und das Esta-Bildungswerk auf ihrer Seite. Jörg Herrmann, Integrationsbeauftragter der Stadt Bad Salzuflen, freut sich auf die Ergebnisse der Befragungen; die würden der Stadt sicher wichtige Erkenntnisse bringen. Davon ist auch die Vorsitzende des Sozialausschusses, Bärbel Pätzold, überzeugt. Möglicherweise ergeben sich auch Erkenntnisse, die in städtebaulicher Hinsicht relevant sind, ist Ulrike Niebuhr vom Fachdienst Stadtplanung gespannt. Sobald Ergebnisse aufgrund der Befragungen vorliegen - Bewohner ab 70 Jahren sollen übrigens persönlich aufgesucht werden von Altenpflegeschülern des Esta-Bildungswerks – plant Beate Duzella Infoveranstaltungen. Auch eine Internetseite "www.wir-in-schötmar-de" ist im Aufbau.

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