1. Großer Genuss, kleine Besetzung

    Hochschule für Musik stellt Meisterkonzertreihe 2016/17 vor

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    Detmold (kh). Inspirierende Begegnungen mit renommierten Künstlern – das verspricht Prof. Dr. Thomas Grosse, Rektor der Hochschule für Musik Detmold, für die Meisterkonzertsaison 2016/17. Gemeinsam mit Jelka Lüders (Leiterin des Künstlerischen Betriebsbüros), die die Konzertreihe Jahr für Jahr in Zusammenarbeit mit einem künstlerischen Beirat konzipiert, stellte Grosse jüngst die sechs Konzerte der kommenden Saison vor. Und ein Blick in die druckfrischen Programmvorschau unterstreicht Grosses Worte: Es sind wieder schöne und qualitativ hochwertige musikalische Schätze, auf die sich Freunde der Kammermusik freuen dürfen. Die reizvolle Welt dieser ganz eigenen Gattung hält viele Perlen bereit, die es immer wieder neu zu entdecken lohnt. Kurz gesagt – zu erwarten ist großer Genuss in kleiner Besetzung. International gefragte Solisten und Ensembles gastieren im Konzerthaus und bringen eine beeindruckende Bandbreite eines spannenden kammermusikalischen Repertoires mit – quer durch die Epochen und in den unterschiedlichsten Besetzungen. Und sie kommen gerne, "die arrivierten wie auch die herausragenden jungen Meister ihres Faches", wissen Lüders und Grosse: Ist doch die Meisterkonzertreihe nicht Nische, sondern längst ein etabliertes Veranstaltungsformat, das deutschlandweit von Künstleragenturen genauso positiv wahrgenommen wird wie vom Detmolder Publikum. Los geht es am Dienstag, 18. Oktober mit einem israelisch-deutschen Klavierduo. Yaara Tal und Andreas Groethuysen spielen an diesem Abend mit zwei mal zehn Fingern Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Ludwig van Beethoven und Max Reger. Mal zu vier Händen an einem Flügel und – weil der Konzertsaal der Hochschule im Gegensatz zu manch anderem Podium über mehrere Flügel verfügt – mal zu zwei Händen an zwei Instrumenten. "Ein Streichquartett, das sich mühelos in eine Jazzband verwandeln kann" (New York Times 2009) wird am Dienstag, 6. Dezember im Konzerthaus zu Gast sein. In Detmold indes bleiben Pierre Colombet und Gabriel Le Magadure (Violinen) sowie Adrien Boisseau (Viola) und Raphaël Merlin (Violoncello) vom Quatuor Ébène der "E-Musik" treu und interpretieren Streichquartette von Ludwig van Beethoven und Claudes Debussy. Ein Ausnahmemusiker, der mit seinem Können weltweit von sich reden macht, ist am Dienstag, 10. Januar zu hören: Xavier de Maistre. Der französische Harfenist, der vor sechs Jahren seine Solokarriere startete, ist "einer jener Solokünstler, denen es gelingt, die Grenzen des auf ihrem Instrument Möglichen immer wieder neu zu definieren". So wird er auf seinem manchmal voreilig als "weiblich" klassifizierten Instrument unter anderem Bedrich Smetanas "Die Moldau" spielen.

    Mit einem "sehr saftigen Programm zum Schwelgen", so Lüders, wird die Konzertreihe am Dienstag, 7. Februar fortgesetzt. Daniel Ottensamer (Klarinette), Clemens Hagen (Violoncello) und Stefan Vladar (Klavier) kommen mit Ludwig van Beethovens Trio B-Dur op. 11 ("Gassenhauer-Trio"), Dmitri Schostakowitschs Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll op. 40 , dem Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier a-Moll op. 114 von Johannes Brahms sowie den Tanzpräludien für Klarinette und Klavier aus dem Schaffen Witold Lutoslawskis ins Konzerthaus. "Was das Publikum im 5. Meisterkonzert erwartet, ist genremäßig nicht festzulegen", informiert Grosse mit einem breiten Lächeln. Thomas Gansch (Trompete/Stimme), Georg Breinschmid (Kontrabass/Stimme), Vladimir Karparov (Saxophon) und Antoni Donchev (Piano) zeigen mit ihrem Auftritt am Dienstag, 16. Mai, "welche Möglichkeiten es abseits von Orchesterspiel und außerhalb der klassischen Schiene gibt. Spielerisch, kabarettistisch und mit hintergründigem Humor", verheißt der Rektor. Das Programm des die Reihe abschließenden Konzerts kommt wieder ganz "klassisch" daher und umrankt das Thema "Liebe". Die französische Altistin Nathalie Stutzmann singt am Dienstag, 20. Juni die Wesendonck-Lieder von Richard Wagner sowie Lieder von Franz Schubert, Gabriel Fauré, Claude Debussy, Francis Poulenc und Ernest Chausson. Inger Södergren begleitet die "Grande Dame" der Vokalkunst am Klavier. Alle Konzerte finden im Konzerthaus der Musikhochschule statt. Beginn ist immer um 19.30 Uhr. Jeweils eine Stunde zuvor können sich die Konzertbesucher bei freiem Eintritt durch Studierende des Studiengangs Musikvermittlung/Musikmanagement in das Programm einführen lassen (18.30 Uhr, Gartensaal/Palais). Die Abo-Preise sind mit 100, 125 bzw. 150 Euro je nach Sitzplatzkategorie im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Hochschulangehörige und Schüler mit gültigem Ausweis zahlen jeweils die Hälfte. Abonnements für die Meisterkonzertserie sind übertragbar und können ab sofort im "Haus der Musik" (Telefon 05231/302078) erworben werden. Der Verkauf von Einzelkarten (22, 27 oder 32 Euro) beginnt am Samstag, 17. September.

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