Leopoldshöhe/Oerlinghausen. Vor etwa 200.000 Jahren entstand die Senne. Damals reichten zwei Gletscher der Saale-Kaltzeit von Norden und Nordwesten her bis an den Teutoburger Wald. Beim Abschmelzen der Gletscher wurden große Mengen Sand vor dem Höhenzug abgelagert. Es entstand eine weitläufige Sandfläche – die Senne. Die Leopoldshöher Gruppe des "Runden Teppichs", einem Integrationsprojekt des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Lippe (KI), führte nun eine Exkursion in die einzigartige Naturlandschaft der Wistinghauser Senne durch.
In der Wistinghauser Senne wird aktuell im Rahmen des "Naturschutzgroßprojektes Senne und Teutoburger Wald" die Entwicklung lichter Wälder mit Eichen, Birken und Kiefern gefördert, in denen licht- und wärmeliebende Pflanzen und Tierarten eine Heimat finden. Auch die Beweidung mit Schottischen Hochlandrindern und Exmoorponys spielt eine wichtige Rolle, um durch Verbiss und Tritt dauerhaft mehr Licht und somit mehr Wärme an den Waldboden zu bringen. Begleitet wurde die Exkursion durch Wolfgang Peters, ehemaliger Mitarbeiter des Naturparks Teutoburger Wald/ Eggegebirge und jetzt ebenfalls für das KI tätig, der viele Hintergrundinformationen zur Entwicklung der Landschaft und der Wälder lieferte und für so manchen "Aha-Effekt" bei den Teilnehmerinnen sorgte.