1. Persönlicher Gesprächstermin

    Britta Haßelmann (MdB) besucht Jugendtreff Lohfeld

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    Bad Salzuflen (dib). Vom 26. bis 29. Mai dieses Jahres weilten zwölf Jugendliche und junge Erwachsene des Kinder- und Jugendtreffs Lohfeld zu einer Bildungsreise in Berlin. Dort haben sie auf Einladung der Bielefelder Bundestagsabgeordneten Britta Haßelmann (Bündnis 90/Die Grünen) auch den Bundestag besucht. Da der Termin des Besuchs jedoch in eine Sitzungswoche des Bundestages fiel, konnte sie diesen jedoch wegen anderer Verpflichtungen nicht wahrnehmen. Deshalb hat sie den Jugendlichen einen persönlichen Gesprächstermin im Kinder- und Jugendtreff in Bad Salzuflen angeboten, den die Jugendlichen sehr gerne angenommen haben.

    Zunächst berichtete Britta Haßelmann über ihre Arbeit im Bundestag und in der Fraktion, in der sie nicht nur parlamentarische Geschäftsführerin, sondern auch für Kommunen und kommunalpolitische Themen zuständig ist. Die Abgeordnete, die vor ihrer politischen Karriere Sozialarbeiterin war, sagt: "Mich hat es schon immer gereizt, politisch aktiv zu werden. Das ist eine spannende Aufgabe, in der mit hoher Verantwortung schwierige Entscheidungen zu treffen sind." Die Frage der Jugendlichen, warum sie sich gerade für diese Partei entschieden hat, beantwortete sie so: "Die Partei war schon damals die einzige, die in der Anti-Atomkraft-Bewegung der 1980er Jahre den Ausstieg aus der Kernenergie gefordert hat. Bei den Protesten gegen den Bau des Schnellen Brüter in Kalkar am Niederrhein hatte ich erste Kontakte mit einer Partei, die meine Interessen vertritt. Eine andere Partei wäre für mich nicht infrage gekommen." Weitere Frage der Jugendlichen: "Wie lassen sich bei relativ wenigen Abgeordneten Vorschläge der Partei im Bundestag durchbringen?" Britta Haßelmanns Antwort: "Wenn man die richtigen Argumente vortragen kann, klappt das auch. Aber man braucht einen langen Atem, wenn man aus der Opposition heraus etwas verändern möchte." Britta Haßelmann erklärte weiter, dass es zwischen der Großen Koalition und ihrer Partei oft inhaltliche Differenzen gebe, die in den Debatten deutlich werden. Sie erklärte den Jugendlichen unter anderem auch, wie sie selbst bei schwierigen Entscheidungen die richtige Antwort für sich findet, und was junge Erwachsene animiert, sich gerade in diese Partei einzubringen. Auch sei die Hemmschwelle bei Diffamierungen und Beschimpfungen gegenüber Abgeordneten durch die Anonymität des Internets massiv gesunken. "Die Ausmaße sind erschreckend, und das macht mich sehr nachdenklich", sagte sie. Insgesamt war es für die Jugendlichen ein interessanter und spannender Nachmittag, in dem sie viel über die Arbeit der Abgeordneten des Bundestages erfahren haben.

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