1. Letzte Entlassung an der Turmschule

    Betrieb der Förderschule endete mit Beginn der Sommerferien

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    Horn. Der letzte 10er-Jahrgang der "Turmschule" hat seine Abschlusszeugnisse entgegen genommen. Nach vielen Jahren sonderpädagogischer Arbeit und individueller Förderung ist die Förderschule mit dem Schwerpunkt "Lernen" geschlossen: Der Schulbetrieb an der Leopoldstaler Straße endete auf Beschluss des Stadtrates mit Beginn der Sommerferien.

    Zum Ehrentag der "Zehner" hatten die Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufe 9 für Schülern, Eltern und Lehrer ein letztes Mal ein großes Frühstücksbuffet vorbereitet. Schulleiterin Silke Ilemann, Klassenlehrerin Sabine Vogt und Schulsprecherin Jasmin Polat sprachen zum Abschied und hoben in ihren Reden erfreut hervor, dass zwei Abschlussschüler nach dem Sommer eine Lehrstelle antreten und drei Turmschüler weiter zur Berufsschule gehen. Im Abschied schwang aber auch Wehmut mit: "Das Kapitel Förderschule Lernen in Horn-Bad Meinberg ist endgültig beendet", resümierte Sabine Vogt. Der Schließung war ein langes und zähes Ringen um den Erhalt der Turmschule vorausgegangen. Die Bezirksregierung hatte der Stadt bereits seit längerer Zeit die Auflösung nahegelegt. Nur noch 22 Mädchen und Jungen wurden im vergangenen Schuljahr unterrichtet, im kommenden Schuljahr wäre die Zahl weiter gesunken. "Ein sinnvolles Fortbestehen des Schulbetriebes ist … nicht möglich", der Schließungsbeschluss sei daher im Interesse der betroffenen Schüler geboten, argumentierte nach langem Kampf für die Turmschule schließlich auch die Verwaltungsspitze der Stadt. "Schweren Herzens" hatte sich die Ratsmehrheit angeschlossen. Für die verbliebenen "Turmschüler" geht es an anderer Stelle weiter: Sie besuchen künftig die Gustav-Heinemann-Schule in Detmold oder Förderschulen in Blomberg oder Paderborn. In die Wehmut mische sich daher auch erwartungsvolle Hoffnung für einen Neuanfang an einer anderen Schule mit vielen Möglichkeiten, so Klassenlehrerin Sabine Vogt. Das Schulgebäude an der Leopoldstaler Straße wird künftig von Haupt- und Realschule übernommen, um im Schulzentrum Platz für die Sekundarschule zu schaffen.

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