1. Wir können nach Hause gehn

    Rudelgucken des EM-Halbfinales am Langenbrücker Tor

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    Lemgo (ag). So schwer, wie gegen die Italiener konnte es im EM-Halbfinale gegen die Franzosen doch nicht werden. Oder doch? Am späten Donnerstagabend machten sich die Fußballfans erneut den Parkplatz am Langenbrücker Tor zu eigen, um der Nationalelf zum Sieg zu verhelfen. Doch aus dem erhofften Fußballfest wurde nichts. Mit einem 0:2 verabschiedete sich der Weltmeister und fährt nach Hause. Oder anders gesagt: "Mal ist man der Hund, mal der Baum." Diesmal durften die Franzosen jubeln – und die Deutschen sahen zu. Am morgigen Sonntag, 10. Juli, um 21 Uhr, geht es für Frankreich gegen Portugal "um’s Baguette". Die Enttäuschung war den Lemgoer Rudelguckern deutlich ins Gesicht geschrieben. Der Schock des Last-Minute-Tores in der ersten Hälfte durch einen Elfmeter von Antoine Griezmann bestimmte die Fachsimpelei in der Halbzeit. Das 2:0 (72. Minute), ebenfalls durch Griezmann, besiegelte die Niederlage. Dementsprechend mittelprächtig war die Stimmung während des Publikums am Langenbrücker Tor. Einige verließen die Veranstaltung bereits vor dem Schlusspfiff.

    Der Veranstalter des Public Viewings in Lemgo, Wolfgang Jäger von Lemgo Marketing mit seiner Crew, begann gleich nach Spielende mit dem Abbau der Bänke. Der Rest wird bereits in wenigen Tagen vom Ort des Geschehens verschwunden sein. Jäger nahm erfreut zu Kenntnis, dass bei diesem Spiel zirka 1.600 Zuschauer den Weg ans Langenbrücker Tor in Lemgo gefunden haben, aber das war längst nicht immer so. Bei Kosten von etwa 25.000 Euro sind 900 Besucher pro Veranstaltung einfach zu wenig. Es bleibt abzuwarten, ob es in Lemgo noch einmal ein von Lemgo Marketing organisiertes Rudelgucken gibt. Momentan sieht eher nicht danach aus: "Für mich ist es das letzte Mal", sagte Jäger kurz nach dem Spiel. "Wir sind mit dem Ergebnis bei plus/minus Null, hoffe ich", fügte er hinzu und will noch mal die Zahlen prüfen, bevor er sich endgültig entscheidet.

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