1. Bühne frei für das "kleine Ich"

    Augustdorfer Erstklässler beweisen ihr Schauspieltalent

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    Augustdorf (ck). Ein Jahr intensiven Bühnentrainings liegt hinter den 24 Schülern der Ganztagsklasse 1a. Am vergangenen Montag haben sie das Theaterstück "Das kleine Ich bin Ich" ihren Schulkameraden sowie den stolzen Eltern, Geschwistern und Großeltern präsentiert. Diese ließen sich von den Kleinen gerne in die Welt des "kleinen Ichs" entführen.

    Das Stück basiert dem gleichnamigen Bilderbuch von Mira Lobe. Aber wer ist eigentlich "das kleine Ich"? Das weiß"das kleine Ich" selbst nicht so genau. Als es über eine bunte Blumenwiese spaziert und die Frösche, Pferde, Kühe, Nashörner, Hunde, Schafe, Ziegen oder Papageien interessiert danach erkundigen, macht sich das "kleine Ich" auf die Suche nach Artgenossen. Unterwegs vergleicht es sich mit allen Tieren, denen es begegnet. "Das kleine Ich" beginnt, an sich zu zweifeln, denn alle sind anders. Doch dann erkennt es: "Sicherlich gibt es mich, ich bin ich!" Gemeinsam mit Lehrerin Carmen Vollmer, Erzieherin Jacqueline Weber und Theaterpädagogin Awelina Lintermanns übten die Grundschüler jede Woche eine Doppelstunde lang. Dabei stand die Frage nach der eigenen Identität im Vordergrund, erklärt die Theaterpädagogin. "Anhand von Stimm- und Körperübungen aus der Theaterpädagogik verbesserten die Schüler ihre Wahrnehmung und erweiterten damit ihre Ausdrucksfähigkeit." Auch Bühnenbild, Kostüme und Choreografien stellten die jungen Künstler selber her. "Für Konzentrationsübungen haben wir noch nebenher Stabpuppen gebastelt, die die Kinder mit nach Hause nehmen können", erzählt Lintermanns. Gefördert wurde das Projekt durch das Landesprogramm "Kultur und Schule" und durch die Gemeinde Augustdorf. Das Land fördert Projekte, die Kinder und Jugendliche an Kunst und Kultur heranführen, ihre Kreativität fördern und das schulische Lernen ergänzen. "Künstlerische Aktivität und kulturelle Bildung sind wichtig für die Entwicklung von jungen Menschen", heißt es auf der entsprechenden Homepage. Schulleiterin Ute Krause freut sich über das gelungen Projekt und erläutert: "Im Laufe des Schuljahrs kamen sechs weitere Flüchtlingskinder an unsere Schule, die auch mitgespielt haben. Somit wurde das Kunst- zu einem integrativen Projekt." Einzelne Schüler hätten die Führung übernommen und die Flüchtlingskinder an das Projekt herangeführt. Finya, die "das kleine Ich" verkörperte, habe sich sehr schnell in das Stück eingelebt und sei das Zugpferd der Gruppe geworden. "In diesem Jahr wurde der ‚Sennetreff’ ins Leben gerufen. Unsere heutige Aufführung gehört in diesen Rahmen", erzählt die Schulleiterin. Im Rahmen dieser Veranstaltung, die alle zwei Monate stattfindet, sollen weitere Projekte vorgestellt werden. "Im nächsten Jahr werden die neuen Erstklässler das Stück ‚Zimmer frei im Haus der Tiere’ vorführen", so Krause. Die Proben dafür beginnen nach den Sommerferien.

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