Kreis Lippe (rto). Eine schon traditionelle Veranstaltung geht in die elfte Runde: Der Lippische Orgelsommer in den Sommerferien. "Wir vereinen hier seit Jahren Heimatkunde und erstklassige Orgel-Konzerte unter den sechs ”K”: Kirche, Konzert, Kultur, Kaffee und Kuchen sowie Kommunikation. Viele Menschen lernen so, ganz nebenbei mit den erstklassigen Musikern und Konzerten, manchmal sogar das erste Mal ihre Kirche kennen", vermutet der Vorsitzende des Lippischen Heimatbundes, Friedrich Brakemeier.
Zusammen mit Vertretern der ausrichtenden Kirchengemeinden stellte er jetzt das diesjährige Programm vor. Erstmals sind die Kirchen in Falkenhagen, Talle und Lockhausen dabei. Die bespielten Orgeln sind durchaus von unterschiedlicher Größe und aus verschiedenen Epochen. Die Protagonisten an den Instrumenten sind oft – aber nicht immer – die Organisten der Gemeinden. So kommt Dorothea Wikermann, die in Bega am 24. Juli spielen wird, extra aus Schweden angereist. In Helpup spielt zur Eröffnung des Orgelsommers am Sonntag, 10. Juli, der 19-jährige Musikstudent Niklas Piel die Orgel. Er gilt als Ausnahmetalent. In Falkenhagen wird Dirk Brödling aus Bad Pyrmont am 17. Juli das Konzert in der Klosterkirche aus dem 13. Jahrhundert geben. In der Kirche in Voßheide werden am 31. Juli Marius Strootmann am Kontrabass und Moritz Reuter an der Orgel sowie am Flügel das Konzert bestreiten. Eine Woche später, am 7. August bitten Ashot Maukian (Viola) und Anastasia Kovbyk an der Orgel zum Konzert nach Talle in die Peterskirche. Die beiden Osteuropäer studieren ebenfalls in Detmold. Am 14. August ist die Kirche in Lockhausen an der Reihe. Die Orgel in dem modernen Kirchenbau spielt an diesem Tag Volker Klaukien. Den Abschluss des diesjährigen Orgelsommers macht die Erlöserkirche in Detmold. Dirk Brödling aus Bad Pyrmont und der Organist der Kirche, Johannes Pöld, werden sich bei diesem Konzert an den beiden Orgeln in der Kirche abwechseln. Die Konzerte starten immer sonntags um 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen und guten Gesprächen, berichten die Vertreter der Gemeinden. Dafür sorgen auch die örtlichen Heimatvereine. Es gibt einen Flyer mit den Veranstaltungsorten und weiteren Hinweisen, wie etwa den Parkmöglichkeiten. Aber auch auf der Homepage des Heimatbundes "www.lippischer-heimatbund.de" sind die Informationen zu finden. Die Kirchengemeinden informieren zusätzlich vor den Veranstaltungstagen. Wie Brakemeier sagte, sind die Besucherzahlen der Konzerte in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Im Schnitt werden die jeweiligen Konzerte von 120 bis 200 Gästen besucht. "Inzwischen müssen wir nicht mehr nach Kirchen suchen, die Gemeinden bewerben sich schon", freut sich der Vorsitzende des Heimatbundes.
