1. Angehörigenarbeit ist wichtig in der Therapie

    APK hat sein 30-jähriges Bestehen mit einer Matinee in Detmold gefeiert

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    Detmold. Die Interessengemeinschaft Angehöriger Psychisch Kranker (APK) in Lippe e.V. hat kürzlich mit einer Matinee im Veranstaltungsraum des Gemeindepsychiatrischen Zentrums (gpz) ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert.

    Der Vereinsvorsitzende, Ulrich Holle, gab einen kleinen Rückblick zum Entstehen der Gemeinschaft. Er stellte fest, dass sich die Probleme der Angehörigen im Zusammenhang mit erkrankten Familienmitgliedern nur marginal verbessert hätten, es also auch weiterhin viel zu tun gibt. Der APK verdankt seinen nachhaltigen Erfolg nicht zuletzt dem schon in der Gründungssatzung festgelegten Ziel: die Schaffung von Arbeitsplätzen. Was einmal ganz klein und bescheiden angefangen hat, konnte sich im Laufe der Jahre zu einem Integrationsbetrieb (LKS gGmbH) mit deutlich über 200 Mitarbeitern entwickeln. Als Gesellschafter dieser Firma behält der APK zusammen mit Monika Zimmermann, Geschäftsführerin des Lippischen Kombi-Service (LKS), das festgelegte Ziel im Auge: Mindestens 50 Prozent der Arbeitsplätze sind Mitarbeitern mit Handicap vorbehalten. Bürgermeister Rainer Heller und der stellvertretende Landrat Thomas Enzensberger hoben in ihren Grußworten die Bedeutung des APK für Stadt und Region hervor, ermutigten die Mitglieder mit ihrem ehrenamtlichen Engagement fortzufahren und sagten die Unterstützung von Stadt und Kreis zu. Jürgen Wawer vom APK-Landesverband NRW bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Der APK sei "ein Leuchtfeuer unter den Angehörigengruppen der psychisch Kranken". Mit kontinuierlich zwischen 50 und 60 Mitgliedern gehöre der APK-Lippe zu den größeren Gemeinschaften der Landesorganisation. Dr. med. Ahmad Bransi, Direktor des gpz, referierte über die Entwicklung der Angehörigenarbeit in der Psychiatrie und ihre Bedeutung für die Therapie. Er sieht den APK als nicht verzichtbaren Partner. Als Abschlussredner berichtete Michael Schneider vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster über die Zusammenarbeit mit dem APK, und späterhin mit dem LKS. Er wies noch einmal auf die Bedeutung von Prof. Dr. Klaus Dörner hin, der die Angehörigenarbeit entscheidend initiiert hat. Aufgelockert wurde die feierliche Matinee mit begeisternden Beiträgen der jungen Harfenistin Lydia Pikalov. Treffen am Mittwoch Die Gesprächsrunde der Interessengemeinschaft von Angehörigen psychisch Kranker (APK) trifft sich wieder am kommenden Mittwoch, 6. Juli, von 19 bis 21 Uhr an der Sachsenstraße 21. Persönliche Gespräche sind bereits ab 18 Uhr möglich. Der APK bittet um vorherige Anmeldung zur Terminvergabe unter der Rufnummer (05231) 37942.

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