LANDKREIS (wa). Das Schaumburger Wochenblatt hat nachgefragt: Woran merken Sie im Jahre 2050 das alle heute gefassten Pläne in die Tat umgesetzt worden sind?
Landrat Jörg Farr: "Wir leben unser Leben in einem technischen Wandel. Im Jahr 2050 nutzen wir zu 100 Prozent erneuerbare Energie für Wärme und Strom ohne jegliche Komforteinschränkung. Unsere Fenster sind so gut gedämmt, dass wir vom Verkehrslärm abgeschirmt sind. Unser gemeinsames Ziel ist erreicht: Wir haben die Energiewende gut hinbekommen." Horst Roch, Klimaschutzleistelle Schaumburg: "Wir haben kein eigenes PKW mehr, weil wir es nicht mehr brauchen. Wir "rufen" uns ein Auto: unser dichtes Verkehrsnetz ist so angelegt, dass wir überall ohne Probleme schnell hinkommen. Das ist sparsam und komfortabel. Wir verfügen über ein großes Ladestationen-Netz." Tobias Timm, Geschäftsführer Klimaschutzagentur Weserbergland: "Ich merke nichts, weil es nichts Besonderes mehr ist. Der Verkehr hat sich transformiert. Es gibt keine Diesel mehr. Unsere zentrale Struktur hat sich zu einer dezentralen entwickelt. Unser Verbrauch ist realistisch betrachtet gesunken." Andreas Steege, Entwickler des Klimaschutzkonzeptes Hameln: "Wir haben viele Entscheidungen auf kommunale Ebene zurückgeholt. Der Klimaschutz ist für die Wirtschaft effizient: es werden sich bis dahin viele Unternehmen gründen. Statt einem großen Versorger werden wir eigene Anlagen in größerer Anzahl haben."