1. Sommerkonzert mit "musizierenden Gummistiefeln"

    Bunter Nachmittag mit der Band "Rubber-boots" und den Salzufler Musikanten

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    Bad Salzuflen (dib). Paul Kuhn wußte es bereits 1963 - "Es gibt kein Bier auf Hawaii". Bei ihrem Sommerkonzert in der Gelben Schule an der Martin-Luther-Straße haben das jüngst auch die Bad Salzufler Musikanten erkannt, die gemeinsam mit der Detmolder Band "Rubber-boots" ihrem Publikum bei einer musikalischen Reise durch die Welt unter dem Motto "Der Globus quietscht und eiert" eine bunte Vielfalt bekannter und beliebter Melodien und Schlager präsentierten. Das Publikum ging von Anfang an mit. Hatten doch sie Salzufler Musikanten bei diesem Konzert bewusst auf einen Gastchor verzichtet. Den bildete diesmal das Publikum, das von Anfang an mitschunkelte und mitsang. Deshalb war es ein überaus gelungener, mehr als dreistündiger und abwechslungsreicher Nachmittag mit einem schönen Kontrastprogramm zwischen den Musikanten und der Band. Die "musikalischen Gummistiefel" servierten "Himbeereis zum Frühstück" und "Summer Wine", kletterten auf Nenas "Leuchtturm", wssten, dass das Leben erst "Mit 66 Jahren" anfängt, fuhren rockig über "Country Roads", machten mit Achim Reichels "Aloha heja" einen Abstecher nach Sansibar und mit Michael Holms "Mendocino" einen ins sonnige Kalifornien. Mit ihren flotten Klängen haben die "Rubber-boots" das Sommerkonzert gehörig aufgepeppt und es musikalisch besonders gewürzt. Die Salzufler Musikanten begannen ihre musikalische Reise um die Welt "An der Nordseeküste", schenkten dem Publikum "Tulpen aus Amsterdam", reisten mit "La Montanara" und dem "Kufstein-Lied" ein Stück durch die Alpen, besangen mit "Tiritomba" ein kleines Stück Italiens, besuchten "Die kleine Kneipe" und brachten "Das einsame Glöckchen" zum Klingen.

    Ein besonderes Highlight war der Gastauftritt des Musiklehrers Shahouz Kalash aus einem Kriegsgebiet in Syrien, der auf seiner Saz (deutsch Tambour) mit großer Fingerfertigkeit zwei Stücke aus seiner Heimat spielte. Kalash möchte sich in die Gruppe der Salzufler Musikanten integrieren und besucht fleißig die Proben der Musiker. "Es wird für uns aber nicht so ganz einfach, die ungewohnten Töne seines Instrumentes in unser Orchester einzufügen", sagte Hannelore Köhnen, die das Programm moderierte. Ein weiterer Höhepunkt war der Sketch Rudolf Köhnens, der zum Backen einer Herrentorte neben den üblichen Zutaten eine Flasche besten Whiskys verwendet hat. Allerdings nicht im Teig der Torte, sondern zum Probieren, ob der Whisky noch gut ist. Insgesamt war es ein sehr schönes Konzert mit vielen tollen Kontrasten zwischen der Band und den Salzufler Musikanten, das viel länger gedauert hat, als im Programm vorgesehen. Deshalb ließen die Musiker leider einige im Programm vorgesehene Lieder ausfallen. Und so mancher Sitzplatz im großen Saal der Gelben Schule blieb leer. Schade, denn dieses bunte Musikkaleidoskop hätte ein volles Haus verdient.

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